Alberweiler vor Pokal-Höhepunkt

Lesedauer: 5 Min
Der Frauenfußball-Regionalligist SV Alberweiler empfängt in der zweiten Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen.
Marc Kuschick

Die von Anfang an erwartete „anstrengende Woche“ für den Frauenfußball-Regionalligisten SV Alberweiler neigt sich dem Ende zu. Abgeschlossen wird sie mit dem von allen gespannt erwarteten Höhepunkt: dem DFB-Pokalspiel der zweiten Runde gegen den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Am Samstag ab 14 Uhr rollt der Ball auf dem Sportplatz in Alberweiler.

Die Vorbereitung auf das große Spiel könnte nicht besser gelaufen sein. Mit zuletzt zwei 5:0-Siegen in der Regionalliga in Regensburg und im WFV-Pokal am Mittwoch in Bellenberg stellte der SVA eindrucksvoll unter Beweis, dass die Mannschaft fähig ist, genügend Tore zu erzielen und defensiv die Ordnung zu halten. „Es war gut, dass wir jetzt zwei Mal zu Null gespielt haben“, so Alberweilers Trainerin Chantal Bachteler. „Auch in der Höhe war der Sieg am Mittwoch mindestens verdient. Wir hätten noch öfter treffen müssen.“ Die Maschine SVA läuft also, aber jetzt kommt der große Gegner.

Der SV Alberweiler (links Annika Enderle) geht zu Hause als klarer Außenseiter ins Zweitrundenspiel des DFB-Pokals gegen den Bun
Der SV Alberweiler (links Annika Enderle) geht zu Hause als klarer Außenseiter ins Zweitrundenspiel des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. (Foto: Peter Herle)

Bayer 04 Leverkusen gilt, ähnlich wie bei den Männern, als junges und dynamisches Team. „Sie haben den Charakter eines Ausbildungsvereins und müssen oft die Spielerinnen an die größeren Clubs abgeben“, erklärt Bachteler. „Leverkusen ist nicht Bayern München, dennoch wird es für uns sehr, sehr schwer.“

Die Leverkusenerinnen treten als Aufsteiger in die Erste Frauen-Bundesliga an. „Der Unterschied zwischen der ersten und der dritten Liga ist schon gewaltig“, meint Bachteler. „Dennoch wollen wir natürlich immer gewinnen.“ Bachteler erwartet eine „spielstarke, technisch gute Mannschaft“, was angesichts des Unterschieds in den Spielklassen auch logisch ist.

Erstes Pflichtspiel für Leverkusen

Einer extra Motivation bedarf es bei einem solchen Gegner natürlich nicht. Auch der Kader steht mit Ausnahme von Sofia Borges, die sich im Aufbau nach einer Muskelverletzung befindet, in voller Breite zur Verfügung. Mit Sicherheit auch ein Vorteil, der den SVA durch diese Woche gebracht hat. Ein weiterer Vorteil für die SVA-Frauen könnte auch die fehlende Spielpraxis der Leverkusenerinnen sein. Der Erstligist ist nämlich noch gar nicht in die Saison gestartet und bestreitet am Samstag in Alberweiler sein erstes Pflichtspiel. „Vielleicht wissen sie selbst noch nicht ganz genau, wo sie stehen“, sagt Bachteler.

Die Chancen aufs Weiterkommen sieht Chantal Bachteler realisitisch: „Wir sind Sportlerinnen und wollen immer gewinnen. Im Pokal ist alles möglich. Aber wenn wir vom Normalzustand ausgehen wird es ganz, ganz, ganz, ganz schwer.“ Ob der SVA am Ende die Überraschung schaffen wird und eine Runde weiterkommt, bleibt abzuwarten. Die Ausgangslage könnte aber definitiv schlechter sein.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen