Alberweiler peilt das Finale an

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Der Regionalligist SV Alberweiler (hinten Svenja Herle) trifft im Halbfinale des WFV-Pokals auf den Oberligisten TSV Tettnang.
Der Regionalligist SV Alberweiler (hinten Svenja Herle) trifft im Halbfinale des WFV-Pokals auf den Oberligisten TSV Tettnang. (Foto: Peter Herle)
Marc Kuschick

Nachdem es in der Frauenfußball-Regionalliga Süd momentan einige Probleme gibt, bleibt dem SV Alberweiler immer noch der WFV-Pokal. Im Halbfinale geht es am Donnerstag zum TSV Tettnang. Das Spiel beginnt um 19 Uhr.

Für die Frauen des SV Alberweiler läuft die Schlussphase der Saison bislang nicht wirklich nach Plan. Der letzte Pflichtspielsieg liegt ungefähr einen Monat zurück und datiert auf den 22. April. Da bezwang der SVA im Pokal-Viertelfinale die VfL Sindelfingen Ladies. In der Liga kommt man derweil aus den letzten acht Spielen nur auf sechs Punkte. Ein anderer Wettbewerb kann daher eine willkommene Abwechslung sein.

„Unser großes Ziel ist der Pokalsieg“, so SVA-Trainerin Chantal Bachteler. „Das wollen wir unbedingt schaffen, um auch in der nächsten Saison wieder im DFB-Pokal antreten zu dürfen.“ Der SV Alberweiler ist der höchstklassige im Wettbewerb verbliebene Verein und hat damit gute Chancen, das Finale zu erreichen. Der kommende Gegner TSV Tettnang spielt in der Oberliga Baden-Württemberg. „Sie werden mit Sicherheit alles reinwerfen. Deshalb werden wir hoch motiviert und konzentriert nach Tettnang fahren. Wir nehmen das Spiel wirklich ernst und dürfen jetzt nicht nachlässig werden“, erklärt Bachteler. Auf dem Papier ist der SV Alberweiler haushoher Favorit. Tettnang kämpft in der Oberliga um den Klassenerhalt und ist nur einen Zähler von der Abstiegszone entfernt. Erwartet wird von der SVA-Trainerin ein sehr defensiv eingestellter Gegner. „Sie werden wohl defensiv stehen und ihre wenigen Chancen nutzen wollen. Deshalb wäre es gut, wenn wir endlich mal wieder in Führung gehen können“, sagt Bachteler. „Wir laufen in den letzten Wochen immer wieder Rückständen hinterher. Das wollen wir definitiv ändern.“

Ein Spiel unter der Woche, bei der aktuell angespannten Kadersituation, kann auch nicht unbedingt als einfach bezeichnet werden. Ecem Cumert und Annika Enderle sind wieder ganz leicht ins Mannschaftstraining eingestiegen, beide sind aber für Donnerstag noch keine Option. Glücklicherweise kann Bachteler auf Spielerinnen der B-Juniorinnen-Mannschaft zurückgreifen. „Die Jugendspielerinnen helfen uns wirklich weiter. Das ist schon ein Vorteil, den wir haben“, so die SVA-Trainerin.

Es liegt in der Hand des SV Alberweiler, das Pokalfinale zu erreichen und im Anschluss den Traum vom DFB-Pokal wahr zu machen. Die Favoritenrolle fällt der Mannschaft von Chantal Bachteler eindeutig zu. Der Gegner im Finale wäre der SV Hegnach, ebenfalls aus der Oberliga.

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