Alberweiler überzeugt in Nürnberg nur 60 Minuten

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 Der SV Alberweiler, hier mit Theresa Hauler, musste in Nürnberg eine 0:2-Niederlage einstecken.
Der SV Alberweiler, hier mit Theresa Hauler, musste in Nürnberg eine 0:2-Niederlage einstecken. (Foto: Volker Strohmaier)
Marc Kuschick

1. FC Nürnberg – SV Alberweiler 2:0 (2:0). SVA: Geiselhart – Schick, Hauler (63. Enderle), Würstle, Herle, Miele (46. Syla), Rapp (85. Lock), Stvoric, Gaus, Bucher, Meyer. Tore: 1:0 Nischler (39.), 2:0 Wachal (42.). SR: Jana Oberländer (Oberes Zenntal). Z: 30.

Der SV Alberweiler hat am Sonntag das dritte der letzten vier Auswärtsspiele in der Frauenfußball-Regionalliga Süd an den Gastgeber abgeben müssen. Trotz guten Starts und starker zweiter Hälfte besiegelte ein Doppelschlag kurz vor der Pause die 0:2-Niederlage für die Mannschaft von Chantal Bachteler gegen den 1. FC Nürnberg.

Der Tabellendritte der Regionalliga Süd kämpft seit Wochen damit, dass er sein Spiel nur während einer Halbzeit auf den Platz bekommt. „Wenn ich darauf eine Antwort hätte, wäre mir schon viel geholfen“, erklärt Bachteler. „45 gute Minuten reichen einfach nicht. Auch wenn ich sagen muss, dass es heute eher 60 gute Minuten waren.“

Der SVA startete gut in die Partie und konnte in den ersten 20 Minuten auch schon drei Torschüsse abgeben, von denen aber keiner den Weg vorbei an Club-Torhüterin Lea Paulick fand. „Wir sind dann unachtsam geworden und haben Nürnberg ins Spiel kommen lassen. Sie waren sehr aggressiv im Pressing und haben ein herausragendes Passspiel gezeigt“, konstatiert die SVA-Trainerin. „Daher geht das Ergebnis in der ersten Halbzeit absolut in Ordnung.“ Denn kurz vor der Pause trifft der FCN doppelt. Das erste Gegentor kassierte SVA-Torhüterin Melanie Geiselhart per Freistoß. „Da kann man aber auch darüber reden, ob es nicht ein Foul an Melanie Geiselhart gab“, sagt sie. Das 2:0 kassierte der SVA nur drei Minuten später.

„Nach der Pause waren wir sehr gut und hatten gefühlt 70 Prozent Ballbesitz, aber wir machten nichts daraus“, erklärte Bachteler. SVA-Kapitänin Tamara Würstle traf noch die Latte: „Der Ball springt zurück, aber wir kriegen ihn nicht so unter Kontrolle, wie wir sollten. Es ist dann auch fehlendes Glück, aber das Glück muss man sich eben auch erarbeiten.“ Es war das erste Pflichtspiel ohne eigenen Treffer des SVA seit dem DFB-Pokal-Aus gegen Bayer Leverkusen im September.

Im nächsten Ligaspiel heißt der Gegner FC Forstern. Davor gilt es, im Viertelfinale des WFV-Pokals gegen die VfL Sindelfingen Ladies zu bestehen, die man erst vor zwei Wochen auf deren Platz schlagen konnte. „Schade, dass wir sie jetzt schon treffen, das wäre ein schönes Finale gewesen. Sindelfingen ist der klassenhöchste Gegner im WFV-Pokal. Vielleicht bekommen wir in einem anderen Wettbewerb den Kopf ein wenig frei. Wir wollen auf jeden Fall weiterkommen und am Ende den Pokal gewinnen“, so Bachteler.

1. FC Nürnberg – SV Alberweiler 2:0 (2:0). SVA: Geiselhart – Schick, Hauler (63. Enderle), Würstle, Herle, Miele (46. Syla), Rapp (85. Lock), Stvoric, Gaus, Bucher, Meyer. Tore: 1:0 Nischler (39.), 2:0 Wachal (42.). SR: Jana Oberländer (Oberes Zenntal). Z: 30.

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