In Rot an der Rot haben vier Narrenzünfte das Rathaus gestürmt.
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In Rot an der Rot haben vier Narrenzünfte das Rathaus gestürmt. (Foto: Simon Schwörer)
Simon Schwörer

Einen Tag später als die meisten Gemeinden in der Region, dafür nicht weniger bunt: So hat Rot den Rathaussturm gefeiert.

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Einen Tag später als in vielen Gemeinden der Region herrschen jetzt auch in Rot die Narren. Für Bürgermeisterin Irene Brauchle gab’s beim Rathaussturm sogar eine Art närrisches Umstyling. Am Freitag stürmen die Zünfte aus Rot, Haslach, Ellwangen und Untermittelried das Roter Rathaus. Zunftmeister Andreas Högerle gibt das Startsignal: „ Alle vier Zünfte aus Rot sind da, ums Rathaus zu übernehmen wie jedes Jahr.“ Und weiter: „Kein Hindernis kann uns stoppen, die Irene, die will uns doch bloß foppen.“ Mit ersterem liegt der Zunftmeister aber nicht ganz so richtig. Das liegt an der ersten Hürde: Die verschlossene Rathaustür. Ob absichtlich oder unabsichtlich, das bleibt unklar. Da hilft auch kein Rütteln im Fronweible-Häs.Doch die Narren besorgen sich flink einen Schlüssel und los geht’s. Im Rathaus angekommen, folgt der eigentliche Hindernislauf. Hier herrscht das Thema Schiff: Passend dazu haben die Mitarbeiter des Rathauses Fischernetze auf dem Weg zum Büro von Bürgermeisterin Irene Brauchle gespannt. Schließlich wollen sie die Narren ja draußen halten.Doch die haben auch aufgerüstet: Mit Scheren bewaffnet, schnippeln sich die Hästräger durch die groben Maschen. Nach diesen Strapazen kommen sie bei Irene Brauchle an. Die lässt sich nicht lange bitten und bietet den erschöpften Narren alkoholische Flüssignahrung an. Doch der Bestechungsversuch hilft nichts. Die Narren wickeln ihre Bürgermeisterin in eines der Fischernetze und bringen sie nach draußen, wo weitere Narren, Musikverein und Fanfarenzug schon warten.Dort macht Brauchle für ihre Rathausmannschaft klar: „Wir gehen jetzt gesammelt von Bord und hoffen nur das Beste für unseren Ort.“ Dabei schlägt sie den Narren direkt ein paar Themen vor, die die jetzt angehen könnten: Kindergärten, Feuerwehr-Gerätehaus oder den neuen Haushalt. Sie meint: „Die Narren übernehmen ab heut und wir sind mal gespannt. Ich hoff’, ihr verstellt nicht so allerhand.“Was sie allerhand verstellen können, beweisen die Narren sofort. Passend zum Schiffsmotto kriegt die Bürgermeisterin erst mal Schwimmweste, Paddel und Flossen. Und dann noch eine Aufgabe: Liedtitel pantomimisch darstellen. Das Publikum darf raten. Das klappt zwar bei Liedern wie „Cordula Grün“ oder „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ ganz gut. Bei „Drei Weiße Tauben“, oder „Anton aus Tirol“ scheitert sie aber. Für diesen Fall haben natürlich ein paar Strafen parat: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Schnaps mit Maden? Oder Lockenwicklern aus Kiefernzapfen. Oder darf es noch etwas Heu auf dem Kopf sein? Und so wird aus dem Rathaussturm spontan ein Narren-Umstyling.

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