Unverhofft kommt oft

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Ein Gruppenbild der Mannschaft
Zurück in der Kreisliga A I: Der SV Ellwangen hat sich souverän die Meisterschaft in der Kreisliga B II gesichert. (Foto: Volker Strohmaier)
Marc Kuschick

Mit einer einzigen Saisonniederlage und insgesamt 21 Siegen aus 24 Spielen hat sich der SV Ellwangen souverän die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga B II gesichert. Am vorletzten Spieltag war der Vorsprung auf die SGM Attenweiler/Oggelsbeuren so groß, dass er nicht mehr eingeholt werden konnte.

Vor der Saison wurde der SV Ellwangen von den Mannschaften der Liga bei der Frage nach der Meisterschaft, nicht genannt. Dass es dennoch klappte, hat viele Gründe. „Der Zusammenhalt der Mannschaft war gut, die Integration der jungen Spieler hat gut geklappt und die Trainingsbeteiligung war hoch. Dass es dann so gut wird am Ende, haben wir auch nicht unbedingt erwartet. Aber das macht uns umso glücklicher“, erklärt Thomas Brüchle, Fußballabteilungsleiter des SV Ellwangen.

Weniger Fehler als Konkurrenz

Am Ende hat der SVE gegenüber den Konkurrenten einfach weniger Fehler gemacht. Der direkte Vergleich mit dem Tabellenzweiten ging knapp verloren (Hinrunde: 2:5, Rückrunde: 2:0), gegen die SGM kassierte der SVE ebenfalls die einzige Saisonniederlage. Und auch das Torverhältnis (Ellwangen: +57, SGM: +73), die selbst erzielten Tore (SVE: 84, SGM: 91) und die Anzahl der Gegentore (SVE: 27, SGM: 18) sprachen eigentlich für die SGM Attenweiler/Oggelsbeuren. „Das heißt am Ende nichts. Wir haben einfach gegen die vermeintlich kleineren Gegner keine Punkte liegen lassen“, so Brüchle. „Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison schon angedeutet, was sie draufhat. Dieses Jahr sind wir einfach immer besser in Fahrt gekommen. Wir hatten viele Siege im Rücken, das erzeugt einen Effekt, der der Mannschaft guttut.“

Ein wichtiger Baustein in der Mannschaft war sicher auch Eryk Müller, der mit 28 Treffern mit weitem Abstand die Torjägerkrone in der Kreisliga B II für sich gewinnen konnte. „Natürlich hat er einen riesigen Anteil an der Meisterschaft. Wenn man den Torschützenkönig in seinen Reihen hat, ist das immer so“, sagt Brüchle. „Aber da steht natürlich auch die Mannschaft dahinter, ohne die er diese Anzahl an Toren nicht geschafft hätte.“

Natürlich durfte am Ende eine gebührende Meisterfeier nicht fehlen. So wurde die Mannschaft nach dem letzten Auswärtsspiel in Ellwangen von der Musikkapelle empfangen und durfte die Glückwünsche der Ortsvorsteherin Katja Frey entgegennehmen. „Danach sind wir dann zum gemütlichen Teil übergegangen, der durchaus auch mehrere Tage andauerte“, erklärt der Abteilungsleiter gut gelaunt.

Neue Liga, neuer Trainer

Aber irgendwann ziehen selbst am blauen Himmel Wolken auf. Meistertrainer Safet Mamudi hat die Ellwanger nach der Saison verlassen. Das stand schon seit der Winterpause fest. Für die kommende Saison übernimmt nun Erol Figel, der den SVE in der Kreisliga A I etablieren soll, in der der Verein zuletzt in der Saison 2014/15 spielte. Figel trainierte zuletzt die zweite Mannschaft des SV Ochsenhausen in der Kreisliga A I. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass er uns in der A-Klasse etablieren kann“, so Brüchle. „Er ist ein sehr erfahrener Trainer. Wir freuen uns besonders auf die neue Liga, da dort viele Mannschaften aus unserer Gegend spielen. Das heißt, wir haben viele Derbys zu spielen.“ Das Ziel sei zunächst einmal natürlich der Nichtabstieg. „Ein Platz im Mittelfeld wäre schon echt toll für uns“, sagt der SVE-Abteilungsleiter.

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