Pumptrack in Rot an der Rot ist ein beliebter Treffpunkt

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Der Pumptrack befindet sich zwischen der Abt-Hermann-Vogler-Schule in der gleichnamigen Straße und dem Abt-Martin-Ertle-Weg. Parkmöglichkeiten bestehen an der Festhalle/beim Sportplatz, der Abt-Martin-Ertle-Weg muss für Lastwagen zur Kiesgrube frei von parkenden Autos bleiben. Benutzt werden darf die frei zugängliche Anlage montags bis freitags von 15.30 bis 21 Uhr, am Wochenende von 9 bis 21 Uhr.

Laufende Informationen, Bilder und Videos sowie Kontakt zum Pumptrackteam über die Facebookseite Pumptrack Rot an der Rot. Eine Internetseite befindet sich in Planung.

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Der Pumptrack in Rot an der Rot erfreut sich weiter großer Beliebtheit und hat sich sogar zu einem Ausflugsziel für Radfahrer von auswärts entwickelt. Die ehrenamtlichen Macher verfolgen jetzt Pläne, den Geländeparcours für Mountainbiker noch zu erweitern. Die modellierte Strecke ist offen für alle, die sich an die Benutzungsordnung halten.

Seit Sommer 2017 gibt es den Pumptrack und seine Existenz verdankt er einem Kreis von Ehrenamtlichen um Marco Bloch und Gregor Siegmund. „Wir sind selbst begeisterte Mountainbiker“, sagt der Familienvater Bloch. „Die Idee kam uns im Urlaub in einem österreichischen Bike-Park, die Kinder hatten dort einen Riesenspaß.“ Wenngleich daheim die topografischen Voraussetzungen für eine Downhill-Strecke mit langer Abfahrt fehlten, war die Idee geboren, in Rot an der Rot einen Rundkurs zu bauen. Die Gemeinde stellte das Grundstück neben der Schule, Firmen überließen Werkzeuge und Maschinen und sponserten das Vorhaben. Aber es war eine Kerntruppe von einer Handvoll Rotern, die mit Unterstützung weiterer Helfer Rampen und Steilkurven ins Gelände modellierten – in ihrer Freizeit.

Und nicht nur das. Die Macher vom Pumptrackteam kümmern sich seither um die Pflege und Unterhaltung der Anlage: Das fängt beim regelmäßigen Rasenmähen an und hört bei größeren Pflegeeinsätzen längst nicht auf. „Da werden zum Beispiel die Kurven nachgearbeitet“, sagt Bloch. Denn der aus Naturmaterialien erstellte Kurs verändert sich unter dem Einfluss von Stollenreifen sowie Wind und Wetter. Obwohl der Geländeparcours den ersten Winter gut überstanden habe, sei im Frühjahr wieder einige Arbeit angefallen. Bei solchen Einsätzen helfen dann Mountainbikefreunde aus dem Ort sowie Jugendliche, die den Pumptrack regelmäßig nutzen.

Mühe hat sich gelohnt

Den Erfolg vor Augen, bereuen Bloch und seine Mitstreiter keine Stunde, die sie in das Projekt gesteckt haben: „Wenn man sieht, wie sich Kinder draußen bewegen und Spaß haben, dann freut’s einen und man weiß, wofür man das gemacht hat.“ Das Knöpfedrücken an der Playstation soll nicht die einzige Bewegung bleiben, findet der Familienvater jedenfalls. Da die Kinder und Jugendlichen nicht so ohne Weiteres nach Biberach kommen und es dort auch nur eine Vereinsanlage für Mitglieder gebe, wollten sie eben ein Angebot auf dem Land schaffen.

Umso mehr freut die Macher, dass die Anlage immer noch, lange nach dem Rummel aus den Anfangstagen, ungebrochene Anziehungskraft besitzt. „Das Interesse ist nicht abgeebbt“, sagt Bloch. „Erst neulich waren wieder 15 Kinder auf der Anlage.“ Nicht nur die Leute vom Pumptrackteam selber und deren Sprösslinge treffen sich hier regelmäßig. Selbst der Mountainbike-Treff Ummendorf sowie Besucher aus Tannheim, Erolzheim und sogar Memmingen-Buxheim waren schon zu Gast. Kein Wunder, findet Bloch: „Das ist doch ein schönes Ziel für eine Radtour.“

Die Anlage steht allen offen. Zu beachten sind die Regeln, die neben der Bahn ausgehängt sind: So ist ein Helm ein Muss, zulässig sind nur Mountainbikes und es darf immer nur ein Fahrer auf der Strecke sein – gegenseitige Rücksicht ist oberstes Gebot. Das Miteinander funktioniere gut, hat das Pumptrackteam beobachtet: Mädchen und Buben, Kinder und Erwachsene, Anfänger und Fortgeschrittene – „es gab bisher keine Probleme“. Unter der Woche ist erst von 15.30 Uhr an geöffnet, damit der Unterricht in der benachbarten Schule nicht gestört wird. Die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. In bald einem Jahr sei aber noch nichts Schlimmeres passiert, sagt Bloch, höchstens ein paar Schürfwunden.

Lounge für die Zuschauer

So hat sich der Pumptrack zu einem beliebten Treffpunkt im Ort entwickelt, auch Zuschauer kommen häufig und für sie haben die Macher aus Paletten eine Lounge-Ecke geschaffen. Doch damit nicht genug, sie denken schon an eine Erweiterung, um noch mehr Möglichkeiten für die Fahrer zu schaffen. Gespräche mit der Gemeindeverwaltung laufen bereits, sodass sich der Blick in die Zeitung und auf die Facebookseite des Roter Pumptrackteams immer lohnt. Dort werden Neuigkeiten und besondere Veranstaltungen angekündigt, zum Beispiel denken Bloch und seine Mitstreiter an ein neuerliches Sommerfest und ein Pumptrackrennen.

Der Pumptrack befindet sich zwischen der Abt-Hermann-Vogler-Schule in der gleichnamigen Straße und dem Abt-Martin-Ertle-Weg. Parkmöglichkeiten bestehen an der Festhalle/beim Sportplatz, der Abt-Martin-Ertle-Weg muss für Lastwagen zur Kiesgrube frei von parkenden Autos bleiben. Benutzt werden darf die frei zugängliche Anlage montags bis freitags von 15.30 bis 21 Uhr, am Wochenende von 9 bis 21 Uhr.

Laufende Informationen, Bilder und Videos sowie Kontakt zum Pumptrackteam über die Facebookseite Pumptrack Rot an der Rot. Eine Internetseite befindet sich in Planung.

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