Schwäbische Zeitung
Birga Woytowicz
Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 07352/202050 entgegen. Informationen zu dem Fall gibt der Tierschutzverein unter www.tierschutzverein-biberach.de.

Vermutlich mit einer Armbrust hat ein Unbekannter in Rot an der Rot eine Katze getroffen und damit tödlich verletzt. Das Tier musste eingeschläfert werden. Die Polizei sucht nach dem Täter. Für entscheidende Hinweise hat der Tierschutzverein Biberach eine Belohnung ausgesetzt.

Am Sonntagabend entdeckte eine Frau das Tier auf ihrem Grundstück in Tristolz und brachte es zum Tierarzt. Ein Foto zeigt das Tier in geduckter Haltung, der Rücken ist gekrümmt. Auf Brusthöhe hat sich ein roter Pfeil von rechts durch den Körper gebohrt. Links ragt die Pfeilspitze aus dem getigerten Fell hervor. Wie lange die Katze leiden musste, ist unklar.

+++ Der Tierschutzverein Biberach sucht nach dem Täter - mit Foto der Katze +++

Ein Bekannter der Besitzerin schaltete den Tierschutzverein ein. Die Frau selbst möchte nicht in Erscheinung treten. Aber sie befürworte, dass der Tierschutzverein nun mit dem Fall an die Öffentlichkeit geht. Michaela Müller, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Vereins, hofft auf eine schnelle Aufklärung: „Wir wollen da erst mal keine bösen Absichten unterstellen. Aber auch wenn es aus Versehen passiert ist: Derjenige hätte sich um die Katze kümmern müssen.“ Ob selbst- oder fremdverschuldet – wer ein verletztes Tier entdeckt, müsse dieses selbst zum Tierarzt bringen oder zumindest die Nachbarn informieren.

Für den Kater kam jede Hilfe zu spät: „Der Pfeil hat die Lunge getroffen und zu noch anderen inneren Verletzungen geführt.“ Ob das Tier krank war, sei unbekannt. So oder so hätte es jedoch nicht auf die Gefahr reagieren können, sagt Müller: „Bei der Geschwindigkeit erkennt eine Katze so einen Pfeil nicht. Er kam ja auch von der Seite.“

Waffe ist ungewöhnlich

Immer mal wieder gebe es ungeklärte Todesfälle bei Tieren. Genaue Zahlen kann Müller aber nicht nennen: „Nicht alle kommen wie jetzt die Besitzerin auf uns zu und melden den Vorfall.“ Erste Anlaufstelle sei immer noch die Polizei. Die Tatwaffe – vermutlich eine Armbrust – sei jedoch ungewöhnlich. „Immer mal wieder werden Tiere von Schrotflinten angeschossen.“

In jedem Fall sei es wichtig schnellstmöglich zu handeln und die Tiere zu untersuchen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Der Tierschutzverein hat nun in Absprache mit der Polizei auch 500 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zum Täters führen. „Es bringt der Katze zwar nichts mehr. Aber wir wollen darauf aufmerksam machen, damit sich die Leute anders verhalten und sich um die Tiere kümmern.“

Die Polizei in Ochsenhausen sucht nun nach dem unbekannten Schützen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte der rote Pfeil vermutlich von einer Armbrust abgeschossen worden sein. Der Pfeil ist aus Aluminium und hat eine abschraubbare Spitze mit einer rosa-gelben Befiederung.

 

Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 07352/202050 entgegen. Informationen zu dem Fall gibt der Tierschutzverein unter www.tierschutzverein-biberach.de.
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