Der Liederkranz Rot an der Rot hat im Kloster ein Krimidinner mit Musik, Schauspiel und kulinarischen Überraschungen aufgeführt.
Der Liederkranz Rot an der Rot hat im Kloster ein Krimidinner mit Musik, Schauspiel und kulinarischen Überraschungen aufgeführt. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

„Krimi und Dinner“ des Liederkranzes Rot an der Rot war musikalisch und kulinarisch ein großer Erfolg. An zwei Sonntagen vor ausverkauftem Saal bot der Liederkranz seinen Gästen vier aufwändig gestaltete Stunden mit einer gelungenen Mischung aus Musik, jeder Menge Humor und einem hervorragenden Drei-Gänge-Menü.

Vorstand Stefan Schrägle begrüßte die Gäste im sagenumwobenen Gemäuer der Klosteranlage. Während des Stehempfanges im Kreuzgang geisterte der Bobohle umher und wurde von den Prämonstratensermönchen in die Gieskanne verbannt. Gleich darauf hatte Inspector Craddock (Joachim Bader) alle Hände voll zu tun mit einer aufgebrachten Dame (Stephanie Mildenberger), die vom umherspukenden Geist ihres verstorbenen Urgroßvaters erzählte. Sie lud das Publikum in den von Claudia Strasser und Detlef Bartsch stimmungsvoll beleuchteten Speisesaal des Klosters ein, wo die Vorspeise „Tohuwabohu am Tatort“ serviert wurde. Miss Marple (Lucia Rieger) durchschaute letztlich die Falschaussagen und Intrigen und konnte so den Mörder entlarven.

Der Liederkranz entführte die Gäste danach in die kriminelle Unterwelt mit „Der Mörder ist immer der Gärtner“ und „Kriminaltango“. Sandra Baur rundete diesen Teil des Abends mit „I Shot The Sheriff“ solistisch ab. Danach wurden die Gäste mit dem Hauptgang „Verborgene Beweise“ verwöhnt.

Anschließend ging es unter der Führung von Thorsten Schwarzbart mit dem 007-Titelsong „Skyfall“ in die sinistre Welt der Agenten und Spione. Aber auch die Mafia machte sich gleich darauf bemerkbar. Die Inhaberin einer Pizzeria ließ sich so leicht nicht von dem Mafiaboss und seinen Bodyguards erpressen und griff zu einer gelungenen List. Der Chor schloss mit dem Hit „Heiße Nächte in Palermo“ (Solistinnen Gertrud Zieringer und Irmgard Straub) den Ausflug in die Mafiawelt ab. Im Anschluss erzählte Monika Schell von ihrem fast gelungenen Banküberfall. Eine „bedrohliche Versuchung“ in Form des Nachtischs war der abschließende Genuss.

Im letzten Teil des Abends zeigten Sandra Baur mit „Dead or alive“ und Thorsten Schwarzbart mit „Goldfinger“ wiederum ihr sängerisches Können. Doch auf einmal wurde die vermeintliche Ruhe durch eine zwanzigköpfige Spurensicherung gestört, die in Folge eines Irrtums den Saal stürmte und noch verbliebene Spuren sicherte.

Liederkranz spielt gelungenen Abschluss

„Alles nur geklaut“ und „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ bildeten den musikalischen Abschluss des Liederkranzes, der den ganzen Abend von Victor Schätzle am Klavier und Stefan Keßler am Schlagzeug begleitet wurde. Unter anhaltendem Applaus kam der Chor dem Wunsch des Publikums nach und sang mit „Alles nur geklaut“ eine Zugabe, in die die Gäste begeistert miteinstimmten.

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