Finale Planung für neue Mehrzweckhalle in Haslach festgelegt

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Der Roter Gemeinderat hat sich diese Woche erneut mit den Planungen für die Mehrzweckhalle Haslach befasst. Dieses Mal ging es darum festzulegen, in welchen Bereichen noch gespart werden kann.

3,4 Millionen Euro soll die Halle nun kosten, die Einsparungen schon mit eingerechnet. Auf der Basis der nun gefassten Beschlüsse sollen die Ausschreibungen vorbereitet werden. Bürgermeisterin Irene Brauchle hat es sich zum Ziel gesetzt, diese im Herbst vorzubereiten. „Wir werden dann schauen, wie wir die besten Preise bekommen, denn wir möchten das nun vorgegebene Budget einhalten“, stellte sie klar. Momentan sei es oft so, dass die Angebote der Firmen über dem liegen würden, was die Kommunen sich vorstellten. „Wir werden in den Markt hineinhören, wenn die Ausschreibungen fertig sind und dann entscheiden, wann wir ausschreiben und ob wir besser Preise erhalten, wenn wir die Vorgabe für die Bauzeit verlängern“, so Brauchle. Ziel sei dennoch, 2019 die neue Halle in Betrieb zu nehmen.

Wie bereits berichtet, ist auch die neue Halle auf 350 Besucher ausgelegt, aber aufgrund höherer Abstandsflächen größer als die alte. Die Hallenbestuhlung soll erneuert werden. Ansonsten werden Ausstattungsgegenstände aus der alten Halle weiterverwendet, soweit möglich. Das gilt auch für Sportgeräte, die der Sportverein nutzt. Was den Sport angeht, ist die Halle auf die Bedürfnisse der örtlichen Grundschule ausgerichtet.

Die Gemeinde kann mit insgesamt 1,028 Millionen Euro Zuschüssen vom Land aus dem Ausgleichstock, dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und der Sportstättenförderung rechnen. Der Abriss der alten Halle beginnt erst, wenn die neue fertig ist. Neue Parkplätze entstehen dann dort, wo sich jetzt die alte Halle befindet. Die Kosten für die Parkplätze mit Schotterbelag, ohne Asphalt, sind im veranschlagten Preis enthalten.

Einsparmaßnahmen gibt es in fast allen Bereichen. Allein eine günstigere Variante der Wandbekleidung – Schichtplatten aus Fichte anstatt der üblichen Holzlattung – ergibt eine Einsparung in Höhe von 27800 Euro. Anstatt der gängigen Akustikdecken werden im Foyer Akustikpaneelen verwendet, die laut Brauchle aber eine ähnliche schalldämpfende Wirkung haben. Insgesamt können so voraussichtlich rund 120 000 Euro eingespart werden.

„So, wie die Halle jetzt geplant ist, das passt zu uns nach Haslach“, sagte Georg Klingler, Ortsvorsteher von Haslach, zur „Schwäbischen Zeitung“. Es habe im Vorfeld den steten Dialog mit den Vereinen, dem Ortschaftsrat und all jenen gegeben, die die Halle in Zukunft nutzen würden. „Die Haslacher wissen am besten, was in der Halle braucht und was nicht, daher war dieser Dialog gut und richtig.“ Die finale Planung sei daher ein guter Konsens.

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