Diese Erweiterung sorgt für neuen Fahrspaß im Bikepark in Rot

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 Marco Bloch und Gregor Siegmund arbeiten fleißig an ihrer neuen Flowline in Rot an der Rot.
Marco Bloch und Gregor Siegmund arbeiten fleißig an ihrer neuen Flowline in Rot an der Rot. (Foto: Luca Mader)
Luca Mader

Für BMX- und Mountainbike-Begeisterte gibt es bald ein neues Eldorado in Rot an der Rot. Der schon bestehende Pumptrack wird durch eine sogenannte Flowline ergänzt. Das Gelände hinter dem Sportplatz in Rot wird so zu einem groß angelegten Bikepark.

„Wir versuchen das Gelände durch die Erweiterung abwechslungsreicher zu gestalten“, sagt Marco Bloch, Chef und Gründer des Bikeplace Rot. Ein Pumptrack zeichnet sich durch seine vielen Hügel und Steilkurven aus. Geschickte Fahrer nutzen den Schwung der Streckenwellen und be- oder entlasten ihr Fahrrad so, dass sie ohne zu treten über den Track fahren können. Man pumpt sich hier also über die Strecke. Die neue Flowline entsteht oberhalb des Pumptracks in einem Wäldchen und bietet ganz andere Herausforderungen. „Hier muss man treten, springt aktiv ab und kann die Zeit in der Luft genießen“, sagt Gregor Siegmund, ebenfalls Gründer und Chef des Geländes.

Gebaut wurde der Pumptrack erst 2017 von Bloch und Siegmund selbst. Die Biker, die sich dort seither treffen, sind kein eingetragener Verein, sondern nur eine kleine Gemeinschaft. Gerade bei Kindern komme die Strecke gut an und die Gruppe verzeichne einen ständigen Zuwachs. Seit 2018 gibt es außerdem die BPR-Racing-Kids, die aktiv an Rennen und anderen Veranstaltungen in der Mountainbike-Szene teilnehmen. „Wir haben gemerkt, dass der Platz von den Kindern super angenommen wird und haben uns auch deswegen entschieden, das Gelände hier auszubauen“, sagt Bloch, merkt aber an, dass man selbst natürlich auch fahren wolle.

Flowline entsteht kostenfrei

Der Platz, auf dem die Flowline entsteht, gehört der Gemeinde Rot an der Rot. Wie auch beim Pumptrack ist die Gemeinde zwar der offizielle Betreiber der Strecke, gebaut und gepflegt wird sie aber von den Bikern. Die neue Flowline wird von Bloch und Siegmund selber gebaut. Hinzu kommen ehrenamtliche Helfer, wie ein Baggerfahrer, der eigentlich schon in Rente ist. „Hier gehen unsere Wochenenden drauf“, sagt Siegmund. Hin und wieder werde abends nach der Arbeit am Projekt gearbeitet, die Hauptarbeit erledige man jedoch am Samstag und Sonntag. Das Material wird von den örtlichen Firmen großzügig zur Verfügung gestellt.

Zwar mussten für die Strecke ein paar Bäume weichen, dies wird aber durch eine Renaturierung ausgeglichen. Zwischen den vielen Kurven der Flowline werden neue Bäume und andere Gewächse angepflanzt. „Es soll alles so natürlich bleiben wie möglich“, sagt Bloch. Zur Sicherheit sind Polster an den umgebenden Bäumen angebracht falls es mal zu einem Sturz kommt. Die Eröffnung der Strecke ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Über freiwillige Helfer freuen sich die Betreiber immer und informieren Interessierte regelmäßig auf der Facebook- und Instagram-Seite des Bikeplace Rot über ihre Fortschritte.

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