Zwiefaltendorf wird zum absoluten Hotspot

Lesedauer: 4 Min
Schöne Atmosphäre und eine Fundgrube für Antikes bis Skurriles: In Zwiefaltendorf kommen Flohmarktfreunde voll auf ihre Kosten.
Schöne Atmosphäre und eine Fundgrube für Antikes bis Skurriles: In Zwiefaltendorf kommen Flohmarktfreunde voll auf ihre Kosten. (Foto: Ursula Kliebhan)
Ursula Kliebhan

Tropische Temperaturen haben am Samstag in Zwiefaltendorf geherrscht. Das hielt die Besucher dennoch nicht ab, den Flohmarkt mit dem gewissen Etwas zu besuchen. Zum siebten Mal veranstaltete der Narrenverein Bachbahner einen Flohmarkt. Eingebettet in der idyllischen, dörflichen Kulissen von Dorf, Schloss und Kirche präsentierten 145 Standbeschicker Antikes, allerlei Dachboden- und Kellerfundstücke, Skurriles – einfach alles was passionierte Flohmarktgänger glücklich macht. Für die Radio-7-Aktion „Drachenkinder“ sammelten die Verkäufer im dicken, roten Sparschwein einen Spendenbetrag.

Steffen Löffler, Vorsitzender des Narrenvereins und damit des Veranstalters, freute sich mit seiner Mannschaft über den Erfolg dieses Events. Das, was vor Jahren im kleinen Rahmen begonnen hatte, wächst. Dieses Jahr konnte ein Zuwachs von 50 Prozent verzeichnet werden. 145 Stände auf 625 Metern „Verkaufsmeile“ durchzogen Zwiefaltendorf. „Die Verkäufer und auch Besucher kamen nicht nur aus der Region, es sind Autokennzeichen von Göppingen, Esslingen, Lindau, Isny auf den Parkplätzen zu sehen“, sagte Löffler. Der Flohmarkt wurde durch Flyer und über Radio 7 im Zusammenhang mit der Aktion „Drachenkinder“ beworben. Natürlich hatte der Verein mehr Aufgaben im Vorfeld zu bewältigen, gerade in Bezug auf die Logistik. Die Hauptverkaufsstraße Richtung Bahnhof wurde durch eine Seitenstraße erweitert. Der Festplatz wurde direkt vor das Gemeindehaus platziert. So konnte die Toilettensituation ohne Dixiklos gelöst werden. „Mit der Veränderung sind wir zufrieden, alles hat gut geklappt. Es ist heiß heute, aber lieber so als Regen“, freute sich Löffler.

Den Blick aufs die Wettervorhersage auf dem Handy konnte man sich sparen. Über Zwiefaltendorf ging herrlich die Sonne auf und versprach einen wunderbaren Flohmarkttag. In den Morgenstunden war am meisten los. Später zogen sich die Besucher auch gerne in den Schatten zurück. Den fanden sie samt Stärkung und Erfrischung auf dem Festplatz, wo sie von „King Ralf“ blendend unterhalten wurden. Seine Songs mit Nostalgiegehalt passten perfekt zum Wetter und brachten zusätzlich gute Laune.

Die Standbetreiber waren zufrieden, wenn auch die die Superhitze am Nachmittag die Schnäppchenjäger ein wenig träge machte. Von weit her kam beispielsweise das ältere Ehepaar Siglinde und Horst F. aus Überlingen. Sie stießen über einen Flyer auf den Flohmarkt und waren begeistert. „Diese Atmosphäre kennen wir gar nicht so“, sagten beide. Sie waren erstaunt, wie das ganze Dorf, hauptsächlich die Vereinsmitglieder, engagiert mitwirkten. Mit Getränken und Snacks auf dem „Wägele“ versorgten sie etwa hungrige oder durstige Verkäufer und Einkäufer den ganzen Tag. Da gab es sogar „Weißwiescht“. Freundlich wurde dem Standnachbarn, auf den die Sonne gar zu stark knallte, ein Schattenplätzchen auf einem nostalgischen Stuhl angeboten. Der Flohmarkt Zwiefaltendorf steht bei den Insidern, die es lieben Flohmärkte zu besuchen, auch weiterhin in den Top Ten ganz weit oben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen