Zum Jubiläum beste Solisten auf dem einmaligen Flügel

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Was mit einem Versuch anlässlich des Stadtjubiläums 2005 begann, hat sich zur festen Konzertgröße entwickelt: Die Galeriekonzerte im Spital zum Hl. Geist in Riedlingen. Inzwischen findet am Samstag, 27. April, ab 20 Uhr das 25. Konzert auf einem der weltweit 114 bekannten Conrad-Graf-Hammerflügel statt.

Der Riedlinger Klavierbauer (1782 bis 1851) war die erste Adresse für die Berühmtheiten unter den Komponisten Wiens wie Beethoven, Schubert, die Schumanns, Chopin und Mendelssohn. Sie alle komponierten und konzertierten auf Klavieren des Conrad Graf. Das Riedlinger Exemplar mit der Serienummer 819 aus dem Jahre 1824 muss ein besonderes Instrument sein, geht man nach den Aussagen der Pianisten und Spezialisten für das Spiel auf Hammerflügeln. Von der „Blauen Mauritius“ bis hin zum „Blauen Wunder“ über „Einmalig“ und „Genial“ reichen die Äußerungen der Künstler.

Zum Jubiläum hat Winfried Aßfalg, der Begründer dieser Konzertreihe, Spitzenleute eingeladen, die alle schon mindestens einmal hier begeistert haben und von denen jeder und jede einen „Lieblingskomponisten“ hat. Prof. Dr. Stefania Neonato aus Trient/Stuttgart spielt Beethoven, Prof. Annette Seiler aus Innsbruck widmet sich Mendelssohn und Prof. Wolfgang Brunner aus Salzburg schwärmt für Schubert. Alle treten solistisch auf und spielen dann jeweils mit dem anderen Partner auch vierhändig. Gerade dabei kommt die Klangvielfalt der Graf’schen Instrumente besonders zur Geltung, wenn die Künstler auch die Pedalvariationen zum Einsatz bringen.

Es war 2005 ein Glücksfall, dass die Stiftung der Kreissparkasse „pro arte“ bereit war, dieses Instrument zu erwerben, das in Klagenfurt angeboten worden war. Es stammt aus einer „Villa Medici“, wie Conrad Graf eigenhändig auf einer Holzleiste vermerkte, und dass die Vorstandschaft der Kreissparkasse dieses Juwel an Instrumentenbaukunst nach Riedlingen weitergab. Damit wurde der Name der Stadt an der Donau in Fachkreisen und unter Hammerklaviersolisten weltweit bekannt. Es vergeht kaum ein Monat, ohne dass eine Bewerbung für ein Konzertproramm eingeht.

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