ZfP-Werkstatt in Riedlingen ist gestartet

Über den Start in der neuen Werkstatt freuen sich (von links): Werkstattleiter Gerd Rahmer und die Gruppenleitungen Stefan Störk
Über den Start in der neuen Werkstatt freuen sich (von links): Werkstattleiter Gerd Rahmer und die Gruppenleitungen Stefan Störkle und Ilona Gröner. (Foto: ZfP)
Schwäbische Zeitung

Nach etwa einem dreiviertel Jahr Bauzeit ging die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) des ZfP Südwürttemberg in Riedlingen in Betrieb. Das Angebot in der Hindenburgstraße bietet etwa 20 wohnortnahe Arbeitsplätze.

In dem großen, offenen Gruppen- und Arbeitsraum werden zwischen 20 bis 25 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen vorgehalten. Außerdem findet sich in der WfbM neben einem Holz- und Werkraum, einem Pausenraum mit offener Küche nun auch ein Ergotherapie-Raum wieder. „Die Verlegung der Ergotherapie vom Weibermarkt in Riedlingen mit hierher ins Gebäude rundet das Angebot ab“, findet Gerd Rahmer, Abteilungsleiter Arbeit und Reha Donau-Riss im ZfP und Leiter der Werkstatt in Riedlingen. Er betont: „Wir können die Beschäftigten ganzheitlich fördern und uns dem möglichen Ziel, der Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt, effektiv nähern.“

Im April 2019 wurden die Räume, in denen die WfbM eingezogen ist, erstmals besichtigt. Das Gebäude gegenüber des alten Postamts wurde zuvor als Modegeschäft genutzt. „Angefangen von neuen Fenstern und Türen wurde auch die gesamte die Elektrik im Gebäude erneuert“, fasst Rahmer zusammen. „Nun können wir den Beschäftigten absolute Arbeitssicherheit und durchgehende Barrierefreiheit bieten.“ Ein dreiviertel Jahr dauerte der Umbau insgesamt. Einiges hatten Werkstattleiter Rahmer und die Gruppenleitungen Ilona Gröner und Stefan Störkle in Eigenleistung geschafft. Dr. Paul Lahode, der mit Martina Nunnenmacher den Regionalen Geschäftsbereich Arbeit und Wohnen Donau-Riss leitet, lobt die engagierten Mitarbeiter: „Vor allem möchte ich mich bei dem Team dafür bedanken, dass sie das Programm hier vor Ort aufgebaut und Kooperationspartner in der Industrie gefunden haben.“ So könne den Klientinnen und Klienten eine wichtige, wohnortnahe Beschäftigung angeboten werden. Die Realisierung der WfbM hat der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg mit 214 000 Euro unterstützt.

Die Beschäftigten bearbeiten Aufträge von Elektro- und Industriefirmen aus der Region. „Bei der Akquise unserer Kooperationspartner sind uns kurze Wege für Belieferung und Ablieferung wichtig“, erklärt Rahmer. So werde mit Unternehmen im Umkreis von etwa 20 Kilometern wie beispielsweise in Sigmaringendorf oder in Ittenhausen zusammengearbeitet. Vor allem aber profitierten die Beschäftigten von der räumlichen Nähe zwischen Arbeits - und Wohnort.

Die Riedlinger WfbM ist als Außenstätte der Werkstatt Bad Schussenried gestartet, das neue Angebot soll auch Klientinnen und Klienten des Bereichs Ambulant betreutes Wohnen Riedlingen ansprechen. Von den Betreuten nahmen laut Rahmer zuvor einige nicht an einem Beschäftigungsangebot teil, da die Wege zu den nächsten Werkstätten wie etwa nach Zwiefalten oder Bad Buchau für sie nicht zu bewerkstelligen waren. „Anstatt eineinhalb Stunden mit dem Bus nach Bad Schussenried zu fahren, bin ich nun innerhalb von 20 Minuten mit dem Fahrrad bei der Arbeit“, so eine WfbM-Beschäftigte, „und bei schlechtem Wetter bin ich in zehn Minuten mit dem Bus hier direkt vor der Türe.“ Die nächste Bushaltestelle befindet sich direkt gegenüber bei der Stadthalle.

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