Zehn Fragen an... Claudia Wendt-Lamparter: Sie wollte mal Astronautin werden

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Claudia Wendt-Lamparter
Claudia Wendt-Lamparter (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Es gibt Menschen, die kennt man dem Namen nach. Weil sie ein Amt bekleiden, ehrenamtlich engagiert sind oder weil sie einfach in der Öffentlichkeit stehen. Und manche von ihnen würde man gerne ein bisschen näher kennenlernen. In der Serie der Schwäbischen Zeitung Riedlingen stellen wir Menschen aus dem Verbreitungsgebiet Fragen, die nichts mit ihrem Beruf oder ihrer Tätigkeit zu tun haben. Nun hat sich Claudia Wendt-Lamparter den SZ Fragen gestellt. Sie ist seit September Pastoralreferentin in der katholischen Seelsorgeeinheit Riedlingen.

Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Wenn man mit „Kind“ eine Lebensphase von rund zehn Jahren umschreibt, dann gab es da eine ganze Menge sich abwechselnder Berufswünsche: Apothekerin, Astronautin, Bibliothekarin, Schauspielerin – oder „etwas mit Pferden“.

Welches Ereignis hat Sie am meisten beeindruckt?

Im familiären Rahmen: Die Geburt meiner Kinder. – Im globalen Rahmen: Die Anschläge am 11. September 2001.

In welcher Epoche würden Sie gerne leben?

Nachdem die Familienbibliothek um neun Bände der Medizingeschichte erweitert wurde und ich ein wenig darin geschmökert habe, lebe ich sehr gerne im „Hier und Jetzt“!

Wann haben Sie sich zum letzten Mal so richtig gefreut?

So richtig freue ich mich immer, wenn ich mit einem Menschen ins Gespräch komme und plötzlich ein „Funkenflug“ von Sympathie, Wohlwollen, Verständnis und Interesse entsteht. Da könnte ich vor Freude schon 'mal „platzen“.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

Ganz oben auf dem Stapel liegt Robert Menasses „Die Hauptstadt“ (im zweiten Anlauf); außerdem „Der kleine Nick“ von Rene Goscinny mit Illustrationen von Sempe (zum Entspannen und Tränen-Lachen); darunter „Tagebuch 14/18“, ein Graphic Novel. Und daneben „Biblische Impulse für jeden Tag.“

Welchen Film können Sie immer wieder anschauen?

Da fällt mir die Wahl wirklich schwer! – Mit einem (anspruchsvollen) Auge „2001: A Space Odyssey“ von von Stanley Kubrick. Und mit dem anderen (Herz-) Auge „Sideways“ von Alexander Payne.

Verraten Sie uns Ihren Lieblingsplatz? Und warum sind Sie gerne dort?

Hier in der Gegend sitze ich am liebsten auf dem Fahrrad. Es gibt für mich noch so vieles zu entdecken! - Mein anderer Lieblingsort ist in Hamburg, mit Blick auf den Hafen. Zum einen fasziniert mich die fast menschenlose Logistik im Containerhafen, zum anderen kann ich mich – obwohl kein Fan von Kreuzfahrten – mit Blick aufs Wasser herrlich wegträumen und entspannen.

Wem würden Sie gerne mal so richtig die Meinung sagen?

Falls je der prophetische Geist der Erkenntnis, Weisheit, Stärke und des Mutes über mich kommt: Jedem, der vor lauter Macht-, Geld- und / oder Selbstverliebtheit anderen das Leben zur Hölle macht.

Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch machen?

Ein Instrument (Akkordeon!) so spielen lernen, dass das entstehende Geräusch als Musik empfunden wird. Und reisen – in die Wüste, nach Lateinamerika und auf die Kapverdischen Inseln.

Wenn Sie einen Tag lang jemand anders sein könnten, wären Sie …

… ein Riedlinger Storch. Wie war doch das Zauberwort? Mu…? Mu..? Mutabor!

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