Wie Heimat in Riedlingen klingt

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 Auch das ist Heimat: eine Veranstaltung beim Theatersommer 2017 in Riedlingen.
Auch das ist Heimat: eine Veranstaltung beim Theatersommer 2017 in Riedlingen. (Foto: Archiv: Thomas Warnack)
Schwäbische Zeitung

Wie reich an unterschiedlichen Kulturen ist unsere Region? Wie unterscheidet sich Riedlingen von seiner Umgebung? Wie hört sich „Heimat” bei uns an? Dies soll bei einem interkulturellen Wochenende mit Musik und Theater in  Riedlingen beantwortet werden. Vom 29. November bis 1. Dezember kommt ein Team von Theaterleuten und Musikern zu Besuch, die mit interessierten Menschen in Workshops herausfinden wollen, was kulturell „typisch“ für Riedlingen is. 

Dabei stehen nicht Vorkenntnisse, sondern die Neugier auf die eigene Heimat im Vordergrund. Was hier gedacht und beraten wird, wird als Ergebnis gemeinsam künstlerisch umgesetzt.

Die Projektträger suchen Sänger, Musiker, Trachtenvereine, Rockbands, Laienschauspieler, Einzelkünstler sowie ausdrücklich Menschen, die sich bisher keiner kulturellen Einrichtung angeschlossen haben oder eine besondere Lebensart und Tradition mitbringen.

Gerlinde Kretschmann hat die Schirmherrschaft für das Projekt „Heimatkarawane – wie klingt das Land heute?“ übernommen. Sie möchte, wie auch der Projekträger, die Partner und die Förderer des Projekts herausfinden, welche Traditionen ihren Platz in der heutigen Gesellschaft finden. „Heimat soll [aber] nicht nur auf Traditionen verweisen, sondern in einer vielseitigen Gesellschaft auch zu Toleranz und Integration durch ein gemeinsames Miteinander beitragen“, erläutert Gerlinde Kretschmann in ihrem Grußwort.

Das Projekt wird vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Wer als Teilnehmender dabei ist, nimmt ganz aktiv Einfluss auf die öffentliche Auffassung der darstellenden Künste im ländlichen Raum.

Das Lichtspielhaus  dient als Hauptveranstaltungsort, dort beginnt das Wochenende am Freitag,  29. November, mit einem bunten Abend um 17 Uhr. Den ganzen Samstag über wird nach Interessenslage geprobt: Wer lieber Theater macht, wählt dies, wer lieber Musik macht oder singt, wählt jenes. Und auch für diejenigen, die beides mögen, sind die Workshopleiter vorbereitet. Am Sonntag um  14 Uhr gibt es im Lichtspielhaus eine Performance. Dort werden die Ergebnisse dann öffentlich präsentiert. 

Am Samstag und Sonntag stellt das Projektteam allen Teilnehmenden ein einfaches Mittagessen zur Verfügung.

Träger des Projekts ist der Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg, gemeinsam mit seinen Partnern Stage Divers(e)., Trimum und dem Kulturzentrum Dieselstraße aus Esslingen.

Das Projekt „Heimatkarawane – Wie klingt das Land heute?“ wird gefördert durch die Leader-Regionen Oberschwaben und Mittlere Alb sowie die „Lernende Kulturregion Schwäbische Alb“ im Rahmen von „Trafo – Modelle für Kultur im Wandel“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes.

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