Weiterer Schritt zum Waldfriedhof

Lesedauer: 3 Min
 Die Umgestaltung des Riedlinger Friedhofs ist einen Schritt weiter gekommen.
Die Umgestaltung des Riedlinger Friedhofs ist einen Schritt weiter gekommen. (Foto: Archiv/Jungwirth)
Waltraud Wolf

Bürger und Behörden hatten Gelegenheit, zum Bebauungsplan Friedhof 2016 der Stadt Riedlingen Stellung zu nehmen. Mit ihren Bemerkungen und Anregungen befasste sich der Gemeinderat und beschloss Berücksichtigung, wie „in den Abwägungen dargestellt“, bevor er ihn als Satzung beschloss.

Wie berichtet, ist Ziel des Bebauungsplanes, das Areal im Rahmen eines Grünordnungsplanes als innerstädtische Grünfläche zu sichern und den Friedhof mittel- bis langfristig neu zu ordnen und an aktuelle Anforderungen anzupassen. Rechnung getragen werden soll dabei der vermehrt gewünschten Urnenbestattung, aber auch der Erhöhung der Aufenthaltsqualität des alten Friedhofes als öffentliche Grünfläche. Als „Waldfriedhof“ soll er mit gepflegtem Baumbestand überwiegend Rasengräbern vorbehalten sein, wobei einzelne markante Grabmale erhalten bleiben.

Bedarf sichern

Veränderungen sind auch im neuen Friedhof vorgesehen. Die Erweiterungsfläche soll den langfristigen Bedarf abdecken. Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates ist die Verwaltung jetzt gehalten, die erforderlichen Schritte zur Umsetzung der Planungen für die Einrichtung eines Waldfriedhofes einzuleiten.

Im Rahmen der Stellungnahmen heißt es vom Landratsamt zum Bebauungsplan, dass der in Kraft getretene Bebauungsplan mit der Begründung und zusammenfassenden Ergänzungen ins Internet zu stellen ist. Das Kreisgesundheitsamt weist zur Festlegung der Ruhezeiten auf der Friedhofserweiterung – der bisherigen Gärtnerei Walz - auf notwendige Bodenschürfungen hin. Ihnen soll zur gegebenen Zeit nachgegangen werden. Durch den Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes sieht die Verwaltung die erforderlichen Voraussetzungen für die Friedhofserweiterung geschaffen.

Gegenüber einem Bürger, der sich besorgt über das Heranrücken des Friedhofes an die Bebauung, inklusive Tiefgarage, äußerte, erklärte sie, diese Thematik sei bei der Aufstellung des Bebauungsplanes planerisch und fachtechnisch ausreichend berücksichtigt worden und verspricht: „Die technische Ausführung einer möglichen Friedhofserweiterung auf ein noch im Privatbesitz befindliches Gärtnereigrundstück wird insbesondere die Vorgaben zur Sicherung des baulichen Bestandes – zum Beispiel der Tiefgarage - der Wohnanlage am Stadtgraben berücksichtigen.“

Zum Hinweis der Netze-Gesellschaft Südwest mbH, im Bereich der bestehenden Straßen und Wege, sowie innerhalb des Bebauungsplanes befänden sich Erdgasleitungen, wird betont, dies werde bei der technischen Umsetzung durch die Fachabteilungen beachtet.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen