Wegen des Fischesterbens in der Donau ermittelt jetzt die Polizei

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Die Polizei war am Samstagmittag vom Fischerei-Verein Riedlingen wegen der halbleer laufenden Donau zum Wasserkraftwerk Riedling
Die Polizei war am Samstagmittag vom Fischerei-Verein Riedlingen wegen der halbleer laufenden Donau zum Wasserkraftwerk Riedlingen gerufen worden. (Foto: Thomas Warnack)
Redaktionsleitung

Folgende Gesetze könnten für den Vorfall einschlägig sein – wobei bis zu einem rechtskräftigen Urteil oder Bescheid die Unschuldsvermutung gilt: In Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes heißt es: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1.) ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet...“

Das Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet in Paragraf 5 Absatz 1 „(j)ede Person (...), bei Maßnahmen, mit denen Einwirkungen auf ein Gewässer verbunden sein können, die nach den Umständen erforderliche Sorgfalt anzuwenden, um (...) 4. eine Vergrößerung und Beschleunigung des Wasserabflusses zu vermeiden.“

Paragraf 33 bestimmt: „Das Aufstauen eines oberirdischen Gewässers oder das Entnehmen oder Ableiten von Wasser aus einem oberirdischen Gewässer ist nur zulässig, wenn die Abflussmenge erhalten bleibt, die für das Gewässer und andere hiermit verbundene Gewässer erforderlich ist, um (bestimmten gesetzlichen Zielen) zu entsprechen (Mindestwasserführung)“, zum Beispiel, um „an oberirdischen Gewässern so weit wie möglich natürliche und schadlose Abflussverhältnisse zu gewährleisten“ (Paragraf 6 Absatz 1 Nummer 6).

In Paragraf 89 Absatz 1 steht: „Wer in ein Gewässer Stoffe einbringt oder einleitet oder wer in anderer Weise auf ein Gewässer einwirkt und dadurch die Wasserbeschaffenheit nachteilig verändert, ist zum Ersatz des daraus einem anderen entstehenden Schadens verpflichtet.“ (geo)

Das Ablassen der Donau in Riedlingen am Samstag hat ein juristisches Nachspiel. Polizisten waren während des Fischsterbens in der halbleeren Donau zum Kraftwerk vorgefahren.

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Folgende Gesetze könnten für den Vorfall einschlägig sein – wobei bis zu einem rechtskräftigen Urteil oder Bescheid die Unschuldsvermutung gilt: In Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes heißt es: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer 1.) ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet...“

Das Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet in Paragraf 5 Absatz 1 „(j)ede Person (...), bei Maßnahmen, mit denen Einwirkungen auf ein Gewässer verbunden sein können, die nach den Umständen erforderliche Sorgfalt anzuwenden, um (...) 4. eine Vergrößerung und Beschleunigung des Wasserabflusses zu vermeiden.“

Paragraf 33 bestimmt: „Das Aufstauen eines oberirdischen Gewässers oder das Entnehmen oder Ableiten von Wasser aus einem oberirdischen Gewässer ist nur zulässig, wenn die Abflussmenge erhalten bleibt, die für das Gewässer und andere hiermit verbundene Gewässer erforderlich ist, um (bestimmten gesetzlichen Zielen) zu entsprechen (Mindestwasserführung)“, zum Beispiel, um „an oberirdischen Gewässern so weit wie möglich natürliche und schadlose Abflussverhältnisse zu gewährleisten“ (Paragraf 6 Absatz 1 Nummer 6).

In Paragraf 89 Absatz 1 steht: „Wer in ein Gewässer Stoffe einbringt oder einleitet oder wer in anderer Weise auf ein Gewässer einwirkt und dadurch die Wasserbeschaffenheit nachteilig verändert, ist zum Ersatz des daraus einem anderen entstehenden Schadens verpflichtet.“ (geo)

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