Violinen erzeugen Wohlklang im Duett

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 Die Geigenklasse Veronika Burth der Conrad Graf-Musikschule bot eine kurzweilige Vorspielstunde.
Die Geigenklasse Veronika Burth der Conrad Graf-Musikschule bot eine kurzweilige Vorspielstunde. (Foto: Kurt Zieger)
Kurt Zieger

Anfangs ist es recht schwer, seiner Violine klare Töne zu entlocken. Veronika Burth versteht es, mit viel Einfühlungsvermögen vor allem kleinere Schüler an dieses schöne, aber nicht einfache Instrument heranzuführen. Wie angenehm Geigenspiel im Duett erklingt, erfuhren Schüler und Eltern als Abschluss der Vorspielstunde.

Richtig mutig waren vor allem die jungen Geigenspieler, die erst seit kurzem sich mit diesem Instrument vertraut machen und dennoch es wagten, vor vielen Zuhörern im Refektorium öffentlich aufzutreten. Waren es oft auch nur kurze Stücke, doch mit dem Mut wächst das Selbstvertrauen, zumal wenn man sich für den Beifall mit einer fast formvollendeten Verbeugung bedankt.

Als Auftakt berichtete Lioba Schmid musikalisch von ihrer Wilma Watschelente, ebenso erzählte Marlene Kern ohne Scheu von ihrem Rinaldo Ringelwurm. Erst gezupft, dann mit klarem Bogenstrich sah Anna-Marie Kolb ihrem entflohenen Schmetterling nach. Frohgemut ging Karla Geisler „In a garden“ spazieren, gefolgt von Frieda Maurer, die im Duett mit ihrer Lehrerin mit einem Menuett aus einem Streichtrio nach Beethoven bereits ein anspruchsvolleres Werk vorstellte. Recht gekonnt ließ daraufhin Christina Geis als Rondino eine Böhmische Polka erklingen, worauf Luisa Schmickl in verschiedenem Tempo an ihrer Turbo-Fiedel sichtlich Spaß hatte. Beide entschwanden dann mit ihren Instrumenten musikalisch als jugendliches Duett ins Traumland.

Erst seit März diesen Jahres hat Phillip Dyck Unterricht an der Violine. Dennoch wagte er sich mit seinem Elefanten ebenso vor großes Publikum wie Jana Dyck, die mit bereits größerem Ton ihren frechen Wurm vorstellte. Linus Dentler musizierte vor allem im tiefern Bereich seiner Geige und verlieh damit einem Triumphmarsch ein recht feierliches Gepräge. Mit leicht gefasstem Bogenstrich und klaren Tonfolgen präsentierte Henrietta Christian ihren „irischen Fiddler“, gefolgt von Chayenne Götz, die wie ihr „flinkes Wiesel“ in hohen und tiefen Bereichen recht behend unterwegs war.

Nicht nur Klara Jungwirth zeigte, dass es sich lohnt, mit Eifer und Durchhaltevermögen das Spielen auf der Geige zu pflegen. Mit abgerundeten Passagen und klaren Linien in verschiedenen Höhenlagen und in vielen Saitenübergängen zeigte sie ihr Können bei einem Allegro moderato aus einem Konzert in h-moll von Oskar Rieding. Bis zum klaren Schlusston bekam auch dieses schwierigere Werk von größerem Umfang Struktur und Gesicht.

Dies gilt auch für das Musizieren von Johannes Schirmer, der zusammen mit seiner Lehrerin ebenso ein Allegro moderato aus einem Duett für zwei Violinen von Ignaz Pleyel vorstellte. Saubere Bogenführung und klare Tonfolgen auch nach Doppelgriffen prägten die gelungene Wiedergabe als Abschluss der interessanten Vorspielstunde.

In vielen Fällen setzte sich Veronika Burth ans Klavier, um den Klangrahmen vor allem bei kurzen Vorträgen angenehm zu erweitern.

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