Viele Initiativen ergriffen

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 Ulrike Fetsch hat viele Initiativen für die Conrad Graf-Musikschule in Riedlingen entwickelt, die sie jetzt nach 13 Jahren verl
Ulrike Fetsch hat viele Initiativen für die Conrad Graf-Musikschule in Riedlingen entwickelt, die sie jetzt nach 13 Jahren verlässt. (Foto: Waltraud Wolf)
Waltraud Wolf

13 Jahre lang hat sich Ulrike Fetsch an der Conrad-Graf-Musikschule in Riedlingen vornehmlich um die Jüngsten gekümmert und in Eltern-Kind-Gruppen den Kleinsten unter den Musikschülern den Zugang zu Bewegung, Klang und Gesang vermittelt. Zum Schuljahres-Ende verließ sie die Einrichtung, um sich beim Verein „Lernen fördern“ in Biberach einer neuen Herausforderung zu stellen, für die sie schon im vergangenen Jahr ein paralleles Studium „Soziale Arbeit“ begonnen hat.

Doch nicht nur ganze Generationen von Kindergarten-Kindern hat sie mit ihrer Arbeit geprägt, sondern seit 2015 als stellvertretende Schulleiterin vieles in Angriff genommen: Sie kümmerte sich um die Neugestaltung der Homepage, überarbeitete die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Formulare, machte die Musikschule auch in Sachen Datenschutz fit und die Elternarbeit zu ihrem besonderen Anliegen.

Das Riedlinger Modell, das in Zusammenarbeit mit der Stadtmusik und der Joseph Christian-Schule Grundschüler an Instrumente heranführen und zu Bläserklassen formieren soll, wurde von ihr koordiniert. Unermüdlich warb sie im Gemeinderat um Mittel für die Kooperation, bemühte sich aber auch bei anderen Geldgebern um Unterstützung für die vielfältige Arbeit in der musikalischen Früherziehung.

Ihre Initiative war es auch, mit einem gemeinsam gestalteten Musical an die Öffentlichkeit zu treten, einerseits um Kindern und Lehrern eine Auftritts-Möglichkeit zu bieten und andererseits, um auf die Arbeit der Musikschule aufmerksam zu machen. Ihre Idee war es zudem, die Cafeteria im Schulgebäude für alle zu öffnen und so bietet der Raum jetzt in Unterrichts-Pausen Platz für Eltern und Kinder.

Auch in Kindergärten der Region

Ulrike Fetsch beließ es nicht bei der Arbeit vor Ort in Riedlingen. Sie folgte dem Wunsch von Eltern und wandte sich an die Kindergärten in der Region und reiste mit Kisten voller Orffscher Instrumente und anderer Accessoires von einer Einrichtung zur anderen, um noch mehr Buben und Mädchen eine musikalische Früherziehung zuteil werden zu lassen. Auch Musikvereine waren darin eingebunden. In Neufra, Altheim, Erisdorf, Betzenweiler, Dürmentingen und Binzwangen war sie tätig.

Legendär war ihr selber entwickeltes und kreativ gestaltetes Kistentheater. Nicht nur am jeweiligen Ende der Musikstunden war es mitzuerleben, sondern auch bei den Sommerfesten der Musikschule und nicht zuletzt im Sommerferienprogramm. Am 14. August dürfen sich Kinder in Betzenweiler – um 10 Uhr – und in Altheim – um 14 Uhr – noch einmal darauf freuen und zwar jeweils im Probelokal des Musikvereins.

Mit zwei Wochenstunden Unterricht hat sie im Oktober 2006 begonnen. Zuletzt unterrichtete sie mehr als 18 Wochenstunden im Bereich der elementaren Musikpädagogik, häufig Basis für späteren Instrumental-Unterricht an der Schule. Rund 150 Kinder und ihre Eltern mussten jetzt von ihr Abschied nehmen. Hieß es bisher: Macht’s gut, ihr lieben Leute, uns‘re Stund ist aus für heute“, so gilt dies nun für sie in Riedlingen.

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