Vernissage zeigt künstlerisches Schaffen von Käthe Schönle

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Käthe Schönle erläutert Reiner Tangermann ihre Arbeiten.
Käthe Schönle erläutert Reiner Tangermann ihre Arbeiten. (Foto: Waltraud Wolf)
Waltraud Wolf

Die Ausstellung „Zeichnen + Wunder“ im Kaplaneihaus ist bis 29. Juli freitags, samstags und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

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Ein Wiedersehen mit vielen Bekannten aus früheren Zeiten und weiteren Interessenten war der Malerin Käthe Schönle bei der Vernissage zu ihrer Ausstellung „Zeichnen + Wundern“ am Donnerstagabend im Kaplaneihaus in Riedlingen beschieden. Der Kunstkreis 84 Riedlingen hatte sie eingeladen.

Vorsitzender Dr. Berthold Müller betonte, für den Kunstkreis sei es ein besonderes Ereignis, eine Künstlerin in seinen Räumen zu haben, die von ihrer Heimatstadt Riedlingen aus eine großartige künstlerische Karriere begonnen habe.

Die Freude am Wortspiel war Müller bei den Texten zu ihren Zeichnungen aufgefallen. „Sie legt uns ihre Zeichnungen chiffriert vor.“ Als Betrachter dürfe man die Mehrdeutigkeiten als Aufforderung sehen, Freiräume der künstlerischen Interpretation aufzusuchen, das Widersprüchliche zu ertragen und eigene Interpretationen zu wagen. In einer Zeit der scheinbaren Eindeutigkeit, insbesondere in der visuellen Welt, tue es gut, eigene Wege bei der Bildbetrachtung zu gehen und die Grenzbereiche auszuloten.

In einem Gespräch mit Dr. Müller schenkte die Malerin Einblick in ihre künstlerische Arbeit, berichtete, dass sie „immer schon gerne notiert“ und sich mit Texten befasst habe, mit philosophischen, aber auch der Pop-Kultur. Sie habe damit eine weitere Ebene für ihre Arbeit geschaffen. Sich vorrangig mit Menschen zu befassen, habe sich herauskristallisiert, nachdem ihr nach einem frustrierenden Urteil eines Professors über ihre Porträt-Malerei klar gemacht worden sei, dass man sich mit allem beschäftigen könne, auch ohne es erlebt zu haben – Leid zum Beispiel. Es käme nur auf die Gewichtung an. Von da an habe sie nicht mehr so real gearbeitet, sondern mehr aus der Fantasie heraus. An einem Themenkomplex arbeite sie ein bis zwei Jahre, verriet sie und nehme dabei innere und äußere Einflüsse auf. „Es gibt viele Dinge, die mich interessieren“.

Für die musikalische Begleitung der Vernissage war die Sopranistin Laura Schafranek gewonnen worden, Gesangslehrerin an der Conrad Graf-Musikschule, die mit dem Mozart-Lied „Männer suchen stets zu naschen“ eine heitere Note in die Vernissage brachte.

Die Ausstellung „Zeichnen + Wunder“ im Kaplaneihaus ist bis 29. Juli freitags, samstags und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

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