Thema Wasser engagiert umgesetzt

Lesedauer: 5 Min
Kursleiterin Ruth Dietrich (von rechts) im Gespräch mit zwei der ausstellenden Maler, Martha Chavillier und Berthold Müller.
Kursleiterin Ruth Dietrich (von rechts) im Gespräch mit zwei der ausstellenden Maler, Martha Chavillier und Berthold Müller. (Foto: Waltraud Wolf)
Waltraud Wolf

Die Werkschau „Wasser“ mit Bildern von Christa von Bischopinck, Barbara Bulander, Martha Chavillier, Christa Enderle, Marlene Fechner, Karin Gerster, Gisela Grimm, Ilona Haase, Hannelore Sigrist, Birgit Specht, Maria Wechselberger, Peter Kuhn und Berthold Müller im Kaplaneihaus ist zu sehen bis 23. September, freitags und samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Erstmals haben zwei Ereignisse Mitglieder des Kunstkreises 84 Riedlingen und weitere kulturinteressierte Menschen am Samstagabend im Kaplaneihaus zusammengeführt: sein Sommerfest und darin eingebunden die Eröffnung der Werkschau „Wasser“ des VHS-Kurses „Malen in Mischtechnik“.

Unter den Gästen war auch Kursleiterin Ruth Dietrich, in deren „bewährten Händen“ dieser Kurs nun schon seit mehr als 20 Jahren liege, wie Kunstkreis-Vorsitzender Dr. Berthold Müller ausführte. Er schenkte ein wenig Einblick in den Kurs, der das Leitthema „Wasser“ der Volkshochschule aufgegriffen habe. Wie immer sei die Wahl der Technik jedem Teilnehmer freigestellt gewesen und es sei lediglich um die gestalterische Umsetzung des Themas gegangen. Müller verriet, dass es für manche zu viel war, sich schon wieder mit Wasser zu befassen, nachdem die letzte Werkschau mit „Feuer, Wasser, Erde“ überschrieben war. Dennoch hätten die meisten im Laufe des Kurses „Feuer gefangen“ und das Thema engagiert umgesetzt.

Ruth Dietrich dankte er für die Begleitung der Kurse „mit Geduld und viel Sachverstand“ und Barbara Bulander, Hannelore Sigrist, Christa von Bischopinck und Marlene Fechner für die „sehr gelungene“ Hängung.

Ein kostbares Gut

Das Thema der Werkschau ließ ihn noch einen Ausflug zum Wasser als kostbares Gut machen, das lebensnotwendig für Mensch und Natur ist, heilend eingesetzt wird und in allen Religionen einen hohen Stellenwert hat. Auf die Klimaveränderung und ihre Auswirkungen eingehend, hatte er eine düstere Prognose: „Künftig werden Kriege um Wasser geführt.“

Positiver war dann der Hinweis auf den Einfluss von Wasser auf die Künste, um Gefühle der Harmonie oder Tragik auszudrücken, sei es in der Malerei oder der Musik. Er nannte Beispiele dazu wie Lucas von Cranachs Gemälde „Wasser als Jungbrunnen“ oder Franz Schuberts „Forellenquintett“.

Beim anschließenden Sommerfest des Kunstkreises 84 Riedlingen nutzten viele Gäste zunächst die Möglichkeit, die Ausstellung der elf Frauen und zwei Männer zu betrachten und sich auszutauschen. Waltraut Jerger und Sybille Kiemel hatten als Höhepunkt des Abends eine von ihnen kommentierte Fotoschau der Kunstreise nach Rothenburg ob der Tauber, Nürnberg, Bamberg und Künzelsau im Frühjahr zusammengestellt. Jene, die damals mit dabei waren, erinnerten sich noch einmal gerne an Gesehenes und Erlebtes, wie die Führung von „Agnes Dürer“ durch das Dürer-Haus oder die imposante Kaiserburg, den „Bamberger Reiter“ oder das von Tilman Riemenschneider geschaffene Grabmal des Kaiserpaares Kaiser Heinrich II. und seiner Frau Kunigunde im steinernen Dom in Bamberg. In Gedanken gingen sie noch einmal die Produktion von Bleistiften bei der Firma Faber-Castell durch und strahlten in Erinnerung an ein Konzert auf historischen Instrumenten auf Schloss Wernsdorf und die Begegnung mit bedeutenden Werken von HAP Grieshaber. Dank der detaillierten und profunden Auskünfte der beiden „Reiseführerinnen“ erhielten auch jene Sommerfest-Gäste, die an der Reise nicht teilgenommen hatten, einen umfassenden Eindruck von der sechstägigen Fahrt, die bei Gesprächen zu den kulinarischen Genüssen des reichhaltigen Büfetts vertieft wurden.

Die Werkschau „Wasser“ mit Bildern von Christa von Bischopinck, Barbara Bulander, Martha Chavillier, Christa Enderle, Marlene Fechner, Karin Gerster, Gisela Grimm, Ilona Haase, Hannelore Sigrist, Birgit Specht, Maria Wechselberger, Peter Kuhn und Berthold Müller im Kaplaneihaus ist zu sehen bis 23. September, freitags und samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen