Tag des offenen Denkmals: Entdecken, was verbindet

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Schwäbische Zeitung

Mehr als 7500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, ihre Türen. Davon allein rund 900 in Baden-Württemberg. Auch in der Region rund um Riedlingen können Denkmäler besichtigt werden – in Riedlingen

Im Museum „Schöne Stiege“ in der Rösslegasse und in der Städtischen Galerie im Spital am Wochenmarkt in Riedlingen kann interessierten Gästen bei freiem Eintritt am Sonntag Hausbegehungen angeboten werden. Um 15 Uhr werden die Besucher durch die „Schöne Stiege“, einem der besterhaltenen Ackerbürgerhäuser Oberschwabens aus dem Jahre 1656 geführt. Neben der Hausgeschichte vom Gewölbekeller bis zum Dachboden werden auch die Schauräume besichtigt. Beeindruckt zeigen sich die Besucher der Räume im Erdgeschoss des Spitals immer wieder wegen der original erhaltenen Bausubstanz und einzelnen Elementen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Hier können die „schönsten Räume der Stadt Riedlingen“ besichtigt werden. Zudem ist es der letzte Schautag der Bilderausstellung „Die Künstler und das Pferd“ mit Werken von Albert Burkart, Richard Hohly und Anton Denzel.

Auf der „Alte Burg“ in Langenenslingen bietet das Landesamt für Denkmalpflege Führungen an. Gezeigt werden aktuelle Grabungsschnitte und Präsentationen von Fundmaterial der frühen Kelten. Der Bergsporn wurde um 7./6. Jahrhundert vor Christus von Menschenhand erheblich umgestaltet. Es entstand ein 340 Meter langes und 60 Meter breites Plateau. Eine einzigartige Trockenmauer von zehn Metern Höhe und 13 Metern Breite wurde errichtet. Führungen sind um 10 Uhr und um 14 Uhr am Plateau „Alte Burg“, Besucher parken auf dem Parkplatz Richtung Warmtal, von dort aus dauert der Aufstieg zum Plateau zirka 15 bis 20 Minuten. Wegweiser zur „Alten Burg“ sind vorhanden.

Die Stefanus-Gemeinschaft im Kloster Heiligkreuztal beteiligt sich mit zwei Führungen. Ab 15 Uhr gibt es eine Führung durch die Klosteranlage mit Erich Fensterle und Dr. Stephan Fuchs. Um 16 Uhr beginnt eine Führung zum Bruder-Klaus-Visionenweg mit Monsignore Heinrich-Maria Burkard. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt für beide Führungen ist die Kerzenkapelle auf dem Klostergelände des Klosters Heiligkreuztal.

Der Geschichtsverein Zwiefalten bietet eine Führung von Upflamör zur Großen Heuneburg mit Jürgen Hamann und Hubert Schelkle an. Es wird eine kleine Wanderung von Upflamör zur großen Heuneburg, einer frühen Siedlung der in der Region um Zwiefalten einst ansässigen Kelten, versteckt im Wald, angeboten, um die dortigen Grabungsergebnisse des Landesdenkmalamtes vorzustellen. Die Heuneburg ist gegliedert in eine von Wällen umgebene Hauptburg und eine Vorburg im Norden. Im Bereich der Hauptburg wurde ein Hausgrundriss untersucht und im Nordwesten eine ausdrucksvolle Trockenmauer mit einer Stärke von 3,6 m freigelegt. Das Fundmaterial spricht dafür, dass die Große Heuneburg in der Hallstattzeit errichtet wurde. Bei den Referenten handelt es sich um exzellente Kenner der keltischen Siedlungen und Kultur, die gerne auch zur Diskussion mit den Teilnehmern zur Verfügung stehen. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Ortsausgang Upflamör in Richtung Geisingen, Kostenbeitrag 3 Euro.

Am Tag des offenen Denkmals nimmt sie das Keltenmuseum Heuneburg in Hundersingen mit auf eine Reise zu den Kelten. Jeweils um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr bietet es eine einstündige Führung durch das Museum an. Besucher zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis von 2 Euro. Die Führung ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Auch Schloss Ehrenfels öffnet von 12 bis 17 Uhr seine die Türen. Bei den Führungen werden den Besuchern die Räume des Schlosses gezeigt. Auch der große Vorratskeller wird in die Führungen einbezogen. Als Besonderheit findet um 14 Uhr und um 15.30 Uhr ein kleines Konzert des Parzmair-Vokalensembles statt.

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