Sturmtief sorgt für mehrere Einsätze der Riedlinger Wehr

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 In der Ilgengasse sind aufgrund des Sturms Dachplatten auf die Straße gefallen.
In der Ilgengasse sind aufgrund des Sturms Dachplatten auf die Straße gefallen. (Foto: Feuerwehr)
Redaktionsleitung

Sturmtief Eberhard ist am Sonntag über die Region gezogen. Heftige Sturmböen mit hohen Geschwindigkeit wurden registriert. Dennoch blieb die Raumschaft weitestgehend von heftigen Schäden verschont. Nur in Riedlingen musste die Feuerwehr mehrfach ausrücken. Aufgrund weiterer Einsätze war es für die Riedlinger Wehr ein anstrengende Tag.

Die Abteilungen Riedlingen, Zell-Bechingen und Zwiefaltendorf waren am Sonntag an insgesamt fünf Einsatzstellen aufgrund von Sturmschäden beschäftigt. Der erste Alarm wurde um 16.05 Uhr für die Abteilung Riedlingen ausgelöst. An einem Gebäude in der Riedlinger Altstadt, in der Ilgengasse, hatte der Sturm Dachziegel nach unten geweht. Einige Platten waren auf den Boden gekracht. Glücklicherweise war bei diesem Sturm niemand draußen unterwegs, so dass keiner dadurch verletzt wurde. Ein Auto, das unterhalb des Hauses geparkt hatte, wurde hingegen durch die herunter stürzenden Platten beschädigt.

 In Riedlingen sind an zwei Stellen Bauzäune umgeweht worden.
In Riedlingen sind an zwei Stellen Bauzäune umgeweht worden. (Foto: Feuerwehr)

Mit Hilfe der Drehleiter wurden die losen Platten entfernt beziehungsweise wieder ins Dach verbaut, um das vorhandene Loch zu schließen und dem Wind keine weitere Angriffsfläche zu bieten.

Zwei weitere Meldungen gingen wegen umgestürzter Bauzäune in Riedlingen ein. Sowohl an einer Baustelle in der Hindenburgstraße/Am Tuchplatz als auch an de Baustelle am Marktplatz wurden die Bauzäune vom Sturm umgenommen. Die Bauzäune lagen zum Teil auf der Straße und mussten von der Wehr wieder aufgerichtet werden. Andernfalls hätte es für den Verkehr oder für Fußgänger – gerade bei Dunkelheit – gefährlich werden können. Durch die Transparente, die an den Bauzäunen befestigt waren, boten die Zäune dem Wind großen Widerstand. Daher wurden diese Transparente von der Feuerwehr entfernt.

Um 17.12 Uhr ging eine Alarmmeldung bei der Abteilung Zwiefaltendorf ein. Der Sturm hatte eine Plane auf dem Kirchendach losgerissen. Auf dem Kirchendach ist derzeit eine Baustelle. Da der Sturm die Abdeckung weggerissen hatte, musste von der Feuerwehr das Dach gesichert und wieder verschlossen werden. Dazu war keine Drehleiter erforderlich.

Die Abteilung Zell-Bechingen wurde um 17.48 Uhr alarmiert, weil an einem Gebäude das Dach teilweise abgedeckt wurde. Auch hier musste die Feuerwehr der Abteilung aufs Dach. Die Feuerwehrkräfte konnten die Lücke mit Dachziegeln wieder verschließen.

Aber auch darüber hinaus, war die Riedlinger Wehr beschäftigt, wie Stadtbrandmeister Stefan Kuc erläutert. Bereits um 8 Uhr wurde die Wehr nach Zwiefalten alarmiert. Von der Leitstelle Reutlingen wurde die Drehleiter auf Grund eines Brandmeldealarms in einer Pflegeeinrichtung angefordert. Der Einsatz der Drehleiter war glücklicherweise nicht erforderlich.

 Auf dem offenen Kirchendach in Zwiefaltendorf ist eine Plane weggeweht worden, die wieder befestigt werden musste.
Auf dem offenen Kirchendach in Zwiefaltendorf ist eine Plane weggeweht worden, die wieder befestigt werden musste. (Foto: Feuerwehr)

Um kurz nach 10 Uhr wurde die Abteilung Riedlingen dann zu einer dringenden Türöffnung gerufen. Es wurde vermutet, dass sich in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses eine Person in einer hilflosen Lage befindet. Die Feuerwehr verschaffte sich mittels Spezialwerkzeug Zugang zur Wohnung. Die Person wurde glücklicherweise wohlauf in der Wohnung vorgefunden.

Und kurz vor 23 Uhr dann noch der letzte Alarm für die Abteilungen Pflummern und Riedlingen. Ein ortsunkundiger Anrufer meldete auf der Durchfahrt einen Feuerschein bei Pflummern im Bereich „Am Ziegelberg“, welcher sich am westlichen Ortsrand in Richtung Mörsingen befindet. Bei Ankunft der Feuerwehr konnten hier jedoch keinerlei Feststellungen gemacht werden. Deshalb wurden von Feuerwehr und Polizei die jeweiligen Ortsrandlagen abgefahren und kontrolliert. Außer vom Funken der zwischen Pflummern und Grüningen abgebrannt wurde – also in entgegengesetzter Richtung zum gemeldeten Feuerschein, konnte keinerlei Feuerschein festgestellt werden. Der Einsatz wurde deshalb nach rund 45 Minuten schließlich abgebrochen.

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