Stadtbrandmeister zieht positive Bilanz

Lesedauer: 6 Min
 Stadtbrandmeister Stefan Kuc zog Bilanz über das vergangene Jahr.
Stadtbrandmeister Stefan Kuc zog Bilanz über das vergangene Jahr. (Foto: Speiser)
Alexander Speiser

Eine beeindruckende Bilanz konnte Stadtbrandmeister Stefan Kuc am vergangenen Samstag anlässlich der 5. Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Riedlingen vorlegen. Der Personalstand, so Kuc, betrug zum Jahresende 2018 insgesamt 308 Feuerwehrangehörige, davon stehen für den Notfall 221 aktive Feuerwehrleute zur Verfügung. Den sieben Austritten und zwei Todesfällen standen drei Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr und neun Eintritte gegenüber, sodass sich unterm Strich eine Zunahme von drei Aktiven ergibt. Die Einsatzabteilungen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 157 Mal alarmiert (Vorjahr 152 Alarme) und leisteten dabei 3658 Einsatzstunden (im Vorjahr 3137 Stunden). Gerettet werden konnten 26 Menschen, für drei kam die Hilfe zu spät und ein Feuerwehrangehöriger wurde im Einsatz verletzt.

Neben den Aufgaben in der Rettung Verunglückter, der Brandbekämpfung und des Katastrophenschutzes steht die Feuerwehr auch in der Brandschutzerziehung und -aufklärung, der Verkehrssicherung, bei gesellschaftlichen und kirchlichen Veranstaltungen „ihren Mann“. Neben den zahlreichen Einsätzen, Proben, Übungen, Lehrgängen und sonstigen Aktivitäten habe man sich, so Kuc, im vergangenen Jahr konsequent mit der Umsetzung der „Bedarfsplanung Brand- und Bevölkerungsschutz der Stadt Riedlingen“ beschäftigt.

Es konnte ein mobiler Stromerzeuger mit Lichtmast beschafft und die Feuerwehrangehörigen mit neuen Uniformen ausgestattet werden. Für die Abteilung Riedlingen wurde ein neuer Kommandowagen in Dienst gestellt und für die sieben Feuerwehrhäuser konnte neben Telefon und Fax nun auch eine Internetverbindung geschaffen werden. Die Abteilung Daugendorf bekam ein gebrauchtes Löschfahrzeug, für das deren Kommandant Dieter Katzenstein mit Kollegen in halb Deutschland unterwegs gewesen war. Das bisherige Löschfahrzeug tut nun vorübergehend in Neufra seinen Dienst, bis ein neues „Mittleres Löschfahrzeug“ beschafft werden kann. Hier lobte Kuc die Neufraer Kollegen, die sich in der Vergangenheit intensiv um die Ausarbeitung eines Leistungsverzeichnisses gekümmert haben. Jetzt hoffe man nur noch, dass der beantragte Landeszuschuss genehmigt wird.

Für den Neubau des Feuerwehrhaues in Pflummern seien im vergangenen Jahr die Zuschüsse genehmigt worden und man wolle dieses Jahr mit dem Bau beginnen, so Kuc. Für die Ertüchtigung der Integrierten Leitstelle Biberach und die Einführung neuer Alarmstichworte hätten die Feuerwehren im ganzen Landkreis zum Ende des vergangenen Jahres sehr viel Arbeit aufbringen und unter Zeitdruck neue Alarm- und Ausrückeordnungen ausarbeiten müssen. Aber auch das habe man geschafft.

Durchschnittliches Jahr

Rein statistisch gesehen, sagte Kuc, sei das Jahr 2018 ein absolut durchschnittliches Jahr für die Feuerwehr Riedlingen gewesen, aber arbeitsintensiv und für 2019 sei nicht abzusehen, dass es weniger werde.

Die neue Alarm- und Ausrückeordnung ist seit dem 26. Februar 2019 aktiv, daran müsse man sich gewöhnen und bei Bedarf Anpassungen vornehmen, so Kuc. Er ermutigte mit dem Zitat „Fürchte dich nicht vor der Veränderung, eher vor dem Stillstand“ dazu, die Aufgaben und Anforderungen mutig und entschlossen anzugehen. Wir können sehr stolz sein auf unsere Freiwillige Feuerwehr, meinte Kuc, da eine der wichtigsten Voraussetzungen – engagierte Mitglieder – erfüllt sei. Riedlingen habe eine der personalstärksten Feuerwehren im ganzen Landkreis Biberach, der Stand des Gesamtpersonals sei in den vergangenen 20 Jahren nicht nur gehalten, sondern leicht erhöht worden. Ein motiviertes, gut ausgebildetes Personal und mit Rudolf Kleinknecht, der mit 63 Jahren aktuell älteste Atemschutzgeräteträger im ganzen Landkreis, sei aktiv dabei. Die drei Jugendfeuerwehren machen eine tolle Jugendarbeit und sichern so den Personalstand auf lange Sicht, so Kuc. Die Jugendfeuerwehr der Abteilung Riedlingen ist mit über 30 Mitgliedern derzeit die größte Jugendfeuerwehr im Landkreis Biberach.

„Wir, die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Riedlingen, sind immer da wenn man uns braucht, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr“, sagte Kuc. Darauf könnten sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region verlassen – zu 100 Prozent.

Die Berichte der Abteilungskommandanten und des Jugendfeuerwehrwarts vervollständigten die Leistungsbilanz eindrucksvoll und gaben einen Einblick in das Wirken der Riedlinger Wehr und ihrer Abteilungen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen