Staatsanwaltschaft: Keinerlei Hinweise auf Straftat

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 Die Vorwürfe des anonymen Bürgers liefen ins Leere: Die Staatsanwaltschaft hat die „Anzeige gegen Unbekannt“ wegen der Anmietun
Die Vorwürfe des anonymen Bürgers liefen ins Leere: Die Staatsanwaltschaft hat die „Anzeige gegen Unbekannt“ wegen der Anmietung des Schwanen durch die Stadt niedergeschlagen. (Foto: Archiv/Jungwirth)
Redaktionsleitung

Der Untreue-Vorwurf gegen Unbekannt in Zusammenhang mit dem Bauprojekt „Schwanen“ in Riedlingen ist von der Staatsanwaltschaft niedergeschlagen und zu den Akten gelegt worden. Es habe keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine Straftat gegeben, bestätigt die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Christine Weiss, auf SZ-Anfrage.

Ein „besorgter Bürger“ hatte bei der Staatsanwaltschaft in Ravensburg Anzeige gegen Unbekannt gestellt (SZ berichtete). Der Vorwurf des „Bürgers“: Durch überhöhte Mietzahlungen bei der Anmietung des ehemaligen Schwanens und des Neubaus durch die Stadt sei dieser ein finanzieller Schaden entstanden. Der „besorgte Bürger“ hatte den Vorwurf der Untreue in den Raum gestellt. Doch dafür sieht die Staatsanwaltschaft keinerlei Anhaltspunkte, wie auch die Pressesprecherin betonte.

Der Anzeige sei nach der ersten Prüfung „nicht Folge geleistet worden“. Für die Prüfung wird üblicherweise das Schreiben selbst herangezogen, ob sich daraus Verdachtsmomente ergeben und es werden frei zugängliche Presseartikel zu diesem Thema mit betrachtet und bewertet. In diesem Fall hat sich zudem Bürgermeister Marcus Schafft mit der Behörde in Verbindung gesetzt und Unterlagen zur Verfügung gestellt. Diese sind ebenfalls in die Prüfung eingeflossen.

Da Stadtverwaltung und Investorengruppe von den Anschuldigungen in keinster Weise tangiert werden, sind sie dementsprechend auch nicht offiziell über die Niederschlagung der Anzeige informiert worden, so Christine Weiss. Und weil auch der „besorgte Bürger“ seine Vorwürfe nur anonym geäußert hat, konnte auch er über das Ergebnis nicht informiert werden. Dieses wurde nur in den Akten vermerkt.

In einer Pressekonferenz, die demnächst stattfinden soll, wollen die Beteiligten nochmals zum Projekt und zu den Hintergründen Stellung nehmen.

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