Spenden geben Perspektiven

Stv. Redaktionsleitung

Dass die Leserinnen und Leser der Schwäbischen Zeitung bei der Aktion „Helfen bringt Freude“ im Jahr 2020 so viel Geld gespendet haben, dass jedes Projekt 4900 Euro bekommt, hat die Organisatoren der vier Riedlinger Projekte sehr gefreut. Und alle haben sie gute Verwendung für das Geld, das weitere Transporte nach Rumänien bedeutet, den Weiterbau an den Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten in Tansania, Kamerun und Burkina Faso ermöglicht. Alle Projekte, die seit 2016 von den Lesern der Schwäbischen Zeitung unterstützt werden, haben mit Abschluss der Aktion 2020 jeweils 18 300 Euro erhalten.

Überrascht, erfreut und sehr dankbar, dass die Leser der Schwäbischen Zeitung die Hilfsprojekte so unterstützen, war allen Verantwortlichen der vier Projekte beim Telefonat deutlich anzumerken. „Formidable. Merci beaucoup“, freute sich Dr. Reginamaria Eder im französischen Teil Kameruns. Das Geld fließt in die „Hilfe zur Selbsthilfe“ für benachteiligte Mädchen, das Eder zusammen mit der Kameruner Bauingenieurin Patience Molle Lobe gegründet hat. Mit dem Beitrag der SZ-Leser werde der Umbau der Eierfarm zur Berufsschule wieder ein Stück vorangetrieben – der erste Teil der sechs Klassenzimmer ist bereits im Aufbau. „Im April hoffen wir so viele Spenden beieinander zu haben, dass Frau Lobe den Umbau soweit fertig bekommt, dass wir im Sommer mit der ganzen Berufsschule Doriana hierher umziehen können“, sagt Dr. Reginamaria Eder. Neben der Schneiderei werden dann in der Schule auch Informatik und Dekoration angeboten.

Auch Günther Wiedemann von der Alb-Donau-Rumänienhilfe ist sehr dankbar für die Spenden der Leser. Die machen weitere Transporte nach Rumänien möglich. Im vergangenen Jahr waren wegen der Corona-Pandemie lediglich drei der sonst üblichen sechs Transporte machbar. Sobald man wieder fahren könne, sollen weitere Hilfsgüter zu den Kindern und Familien transportiert werden. „Ein Transport kostet zwischen 600 und 800 Euro“, sagt Wiedemann. Dafür und zur Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen, die dringend eine OP oder einen Krankenhausaufenthalt brauchen, werde das Geld der SZ-Leser verwendet.

Auch in einem der ärmsten Länder der Welt, in Burkina Faso, ist das Geld gut angelegt. Die Berufsschule muss dringend erweitert werden, damit Jugendliche eine Ausbildung bekommen. „Dafür wäre die Spende ein toller Grundstock“, sagt Marlene Müller aus Riedlingen, bei der die Fäden für Dr. Emanuel Sawadogos Projekt zusammenlaufen.

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