„Schön, dass es noch so etwas gibt“

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 Das Museum selbst war Objekt der letzten Ausstellung „Riedlingen – eine Stadt verändert ihr Gesicht“.
Das Museum selbst war Objekt der letzten Ausstellung „Riedlingen – eine Stadt verändert ihr Gesicht“. (Foto: mr/Aßfalg)

Mit einem Besucheransturm am vergangenen Sonntagnachmittag mit rund 70 Personen hatten die diensthabenden Schlüssler und Aufsichten nicht gerechnet. „Riedlingen – eine Stadt verändert ihr Gesicht“ war aber doch ein so aktuelles Thema geworden, dass viele noch einmal oder zum ersten Mal die Veränderungen an der Bausubstanz der Altstadt sehen oder darauf aufmerksam gemacht werden wollten. Einhellige Meinung: Wie schnell sich Vieles verändert und wie schnell man Gewesenes vergisst.

Auf vielen Schautafeln waren Häuserzeilen oder einzelne Gebäude einst und jetzt vergleichbar gegenübergestellt worden. Nur so kann man nachvollziehen, was sich verändert und dass sich auch Vieles zum Positiven verändert hat. So steht durchweg im Gästebuch des Museums Lobendes über die Darstellung, die auch Fremde beeindruckte. Bemerkenswert der Eintrag: „Auch und gerade, wenn man von hier ist, ein sehr schönes Erlebnis – man sieht Vertrautes wieder mit neuen Augen.“ Selbst Gäste aus Russland, USA und Holland waren vom Museum insgesamt begeistert. Der letzte Eintrag lautete: „Ein weiterer Grund, Riedlingen zu besuchen.“ Dieser Anmerkung möchten alle Ehrenamtlichen, Schlüssler und Aufsichten, voll zustimmen. Sie haben von April bis zum vergangenen Wochenende an jedem Wochenende freitags, Samstag und sonntags die Verantwortung übernommen.

Aber auch in der Städtischen Galerie war einiges geboten mit den Ausstellungen „Drei Maler – eine Zeit“ mit Werken von Maria Caspar-Filser, Alfred Mendler und Albert Burkart. Sie alle wurden zwischen 1878 und 1898 in Riedlingen geboren und wurden mit sehr unterschiedlichen Malrichtungen bekannt. Das führte eine Besucherin zur Feststellung: „Wie gut, dass und wie man sich in Riedlingen an die eigenen Künstler erinnert.“ Auch die Ausstellung aus Anlass des Fohlenmarktes „Die Künstler und das Pferd“ mit Bildern von Albert Burkart, Richard Hohly und Anton Denzel fand viel Beachtung. „Als ehemalige Pferdezüchterin ein Muss!! diese interessante Ausstellung zu besuchen.“ Den Abschluss bildete der Jubiläumswettbewerb mit der 10. Ausschreibung der Albert-Burkart-Stiftung mit sehr guten und originellen Ideen zum Thema „Brücken – Brücken bauen“.

Drei Konzerte auf dem Hammerflügel

Heute schon warten viele Freunde der Galeriekonzerte auf die nächsten Veranstaltungen. Mit drei Konzerten brillierten Künstlerinnen aus Innsbruck/Salzburg, aus Warschau und Wien und mit dem Wunsch, sein letztes Konzert in Europa auf dem „Graf“ in Riedlingen spielen zu wollen, erwies Prof. Malcolm Bilson (USA) als weltbekannter Solist für Hammerflügel der Stadt, dem Verein und vor allem dem inzwischen weltbekannten und hochgelobten Instrument eine große Ehre.

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