Riedlinger Schüler machen sich für Menschenrechte stark

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Mit ihren Briefen setzen sich die Schülerinnen und Schüler für bedrohte Aktivisten ein.
Mit ihren Briefen setzen sich die Schülerinnen und Schüler für bedrohte Aktivisten ein. (Foto: BRS)
Schwäbische Zeitung

Zum dritten Mal hat sich die Berufliche Schule in Riedlingen am alljährlichen Briefmarathon beteiligt. Dabei zeigte sich, wie notwendig es ist, sich für viele Aktivisten auf der Welt einzusetzen. Der Briefmarathon ist eine Aktion von Amnesty International, bei der Regierungen anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte aufgefordert werden, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht im eigenen Land zu beenden. 

Für die Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule Riedlingen ist der Briefmarathon nicht nur eine großartige Möglichkeit, etwas über das Thema Menschenrechte zu lernen, er trägt auch zur Demokratiebildung bei. So lernen die Jugendlichen, Recht und Unrecht zu unterscheiden, politisches und gesellschaftliches Handeln zu erkennen und eigene Positionen zu beziehen, sei es nun auf Deutsch, Englisch oder – bei Schülern mit Migrationshintergrund – in ihrer Muttersprache.  

Im Jahr 2020 waren so viele Aktivisten wie noch nie in Gefahr oder sahen ihre Menschenrechte bedroht. Bis zu zehn verschiedene Personen oder Gruppierungen konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Briefen unterstützen, so unter anderem Nassima Al-Sada (Iran), die mehr Rechte für Frauen im Iran fordert, Khaled Drareni (Algerien) und Paing Phyo Min (Myanmar), die aufgrund falscher Justiz mit unverhältnismäßigen Strafen verurteilt wurden. Aber auch für El Hiblu: Die drei Jugendlichen halfen Menschen auf der Flucht und werden dadurch von den maltesischen Behörden kriminalisiert. Jani Silva (Kolumbien) kämpft für einen besseren Schutz des Amazonasgebiets. Viele weitere Aktivisten sind Gustavo Gatica (Chile), Idris Khattak (Pakistan), Metu Pride Defenders (Türkei), Germain Rukuki (Burundi), Popi Qwabe und Bongeka Phulunga (Südafrika), die ihre Menschenrechte für selbstverständlich angesehen haben und nun Unterstützung brauchen.

Über 163 Briefe der Schülerinnen und Schüler zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Sie zeigen den Regierungen, dass die zu Unrecht behandelten Menschen freizulassen sind, Gesetze geändert und dass politische Aktivistinnen und Aktivisten in ihrer Arbeit unterstützt und toleriert werden müssen.

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