Riedlinger genießen abwechslungsreiche Gartenschau in Lahr

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Opulent und vielfältig: die Landesgartenschau in Lahr.
Opulent und vielfältig: die Landesgartenschau in Lahr. (Foto: Gartenfreunde Riedlingen)
Schwäbische Zeitung

Bei Kaiserwetter und nach beinahe drei Stunden Busfahrt sind die Gartenfreunde Riedlingen und ihre mitreisenden Gäste in der zwischen Schwarzwald und Rheinebene gelegenen Landesgartenschau der Stadt Lahr angekommen. Auf 38 Hektar Fläche wird in drei Parkbereichen eine Fülle an eindrucksvollen Schaugärten, Ausstellergärten und liebevoll gepflegten Kleingartenparzellen geboten.

Neben diesen Anlagen bieten der Seepark mit einem neu angelegten Landschafts-und Badesee sowie viele spannende Ausstellungsbeiträge aus der Region weitere Höhepunkte. Über das schwungvolle Wahrzeichen, die architektonisch imposante Ortenau-Brücke, ist der Seepark mit dem Bürgerpark verbunden. Großzügiger hat sich bislang noch keine baden-württembergische Landesgartenschau gezeigt, so die Einschätzung der Riedlinger. Einziges Manko: Trotz 4000 neu gepflanzter Bäume sind Schattenplätze für die Besucher Mangelware. Bei 32 Grad im Schatten kam dieser Umstand den Schirm- und Hutverkäufern sehr zugute.

Atemberaubende Ausstellung

Darüber hinaus präsentieren verschiedene Unternehmen, Vereine und Verbände spannende Themen wie zum Beispiel Selbstversorgung aus dem Garten, gärtnern leicht gemacht, lebendige Vorgärten artenreich und pflegeleicht gestalten, Apotheke aus dem Garten, bienenfreundlicher Garten oder Anbau winterharter Gartenblumen. In einer großen Blumenhalle gibt es zudem atemberaubende Blumenausstellungen zu bewundern. Rund 4000 Quadratmeter Wechselflor zieren farbenfrohe Beete in den verschiedenen Parkteilen mit 180 unterschiedlichen Pflanzensorten. Auch an einen Kinderspielplatz mit Wasserläufen, Kletterturm, Flößen und Seeungeheuern ist gedacht.

Im Rahmen des vielseitigen Veranstaltungsprogramms haben auf verschiedenen Bühnen Männer-, Frauen- und Jugendchöre ihr Bestes gegeben. Dabei konnten die Gartenfreunde den Auftritt eines komplett in schwarzer Trauerkleidung gehüllten Witwenchors – darunter auch drei als Witwen verkleidete Männer – genießen. In den von diesem Chor vorgetragenen Liedversen hatten alle kleinen und großen, dicken und dünnen, alten und jungen Witwen den sehnsüchtigen Wunsch, den jeweils für sie passenden Ersatzehemann zu finden. Da die Landesschau noch bis 14. Oktober geöffnet bleibt, stehen die diesbezüglichen Chancen sicherlich nicht schlecht.

Mit einer Vielzahl an Eindrücken hatten die Gartenfreunde auf ihrer Rückfahrt Gelegenheit, bei einer Einkehr in Inneringen bei gutem Essen und kühlen Getränken den krönenden Tagesabschluss zu setzen.

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