Rekordlauf: 393 Teilnehmer starten

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Ursula Kliebhan

Der Riedlinger Stadtlauf hat am vergangenen Samstag Geburtstag gefeiert: Zum 20. Mal waren sportlich Begeisterte gefragt, vor der historischen Altstadtkulisse an dieser beliebten Veranstaltung teilzunehmen. Und die Leichtathletikabteilung des TSV Riedlingen darf sich freuen: Mit 393 Teilnehmern kann sie einen Rekord vermelden. Der erste, der nach zehn Kilometern Hauptlauf ins Ziel kam: Oliver Hoffmann von der TSG Ehingen mit 34:02,2 Minuten, gefolgt von Lukas Müller vom TSV Riedlingen in 35:22,0 Minuten.

Nadine und Thorsten Banzhaf moderierten den Nachmittag mit Schmackes. Gut gelaunte Schlachtenbummler waren gekommen, um die großen und kleinen Läufer anzufeuern. „Wir haben den Eindruck, dass der Stadtlauf bei Läufern und Zuschauern gut angekommen ist“, freut sich Edwin Müller. Er ist der TSV-Mann, dem besonderer Dank gebührt, was das Management der Veranstaltung betrifft. Und dafür wurde er am Samstag ganz überraschend geehrt (Bericht folgt).

Auch ohne die vielen Helfer und selbstverständlich die Sponsoren wäre dieser Laufnachmittag mit Tradition nicht möglich. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde, Sachpreise gab es von Süßem über das Paar Socken bis zu Eintrittskarten ins neue Hallenbad jede Menge. „Es verlief bis auf kleine zeitliche Verzögerungen alles nach Plan, wir hatten kein schlechtes Laufwetter, wenn man vom heftigen Schauer gegen Ende des Hauptlaufes absieht“, berichtet Nadine Banzhaf.

Alle SZ-Läufer kommen ins Ziel

Edwin Müller freut sich besonders darüber, dass im Hauptlauf über zehn Kilometern mit insgesamt 86 Teilnehmern dank der SZ- Laufgruppe ein negativer Teilnehmerrekord vermieden werden konnte. In den vergangenen Jahren sei eine rückläufige Entwicklung im Hauptlauf zu verzeichnen gewesen. Läufer mit einer passablen Zeit von einer Stunde über zehn Kilometer hätten sich nicht mehr getraut, die Strecke zu bewältigen. Mit insgesamt 115 Läuferinnen und Läufern brachte der Jugend-und Jedermannslauf über fünf Kilometer einen absolut positives Rekordresultat. „Die Ausschreibung löste erfreulicherweise in einigen Betrieben eine Begeisterungswelle aus“, so Müller. Eine leicht rückläufige Tendenz registrierte der Veranstalter bei den Schülerläufen. Die hohe Teilnehmerzahl von 36 Minisportlern im Bambinilauf war besonders erfreulich: „So viele hatten wir noch nie.“

Als extra Highlight präsentierte sich die Laufgruppe der Schwäbischen Zeitung. Die 27 teilnehmenden Läuferinnen und Läufer waren in ihrem knalligen Orange nicht zu übersehen. Tatsächlich kamen lauftechnisch unerfahrene Teilnehmer „von Null auf Zehn“. Die SZ hatte ihnen ermöglicht, über ein Vierteljahr von den erfahrenen TSV-Trainern professionell gecoacht zu werden. Der Aufwand lohnte sich, denn alle kamen ins Ziel, ohne sich erschöpft zu fühlen.

Susanne Späth-Häußler, 48, aus Ertingen war eine der „Orangen“. Sie habe es nicht bereut, durch das professionell angeleitete Training konnte sie nach einer Erkrankung das von ihr vermisste Laufen wieder neu erlernen. Schwester und Freundin nahm sie mit auf die Strecke: „Es war schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden. Gefiebert haben wir kollektiv. Ich habe viele nette Menschen kennen gelernt und hätte nie gedacht, wie sehr eine Gruppe den Einzelnen motivieren und tragen kann.“

Auch Katharina Schmid, 49, aus Riedlingen ist für diese Erfahrung und auch den tollen Trainern dankbar. Völlig laufunerfahren meldete sie sich mit Mann und Sohn an. „Der Anfang des Trainings war brutal, auch die ersten Runden meines ersten Wettkampfes am Samstag (abgesehen von früheren Bundesjugendspielen) waren hart.“ Das Anfeuern durch die Zuschauer, völlig ausgepowert und überglücklich ins Ziel zu kommen, soll keine einmalige Erfahrung bleiben. Wie viele andere aus der Gruppe hat sie Blut geleckt und möchte beim TSV weiterlaufen.

So auch der 70-jährige Erich Homann aus Altheim. Er schätzt besonders die professionelle Anleitung durch die Trainer und die Motivation durch die Mitläufer. Früher sei er viel gelaufen, durch die Initiative der Schwäbischen Zeitung konnte er sich wieder begeistern. „Neu war für mich das richtige Laufen.“

Die meisten der „Orangen“ liefen unter einer Stunde ins Ziel ein. Die beste Zeit erzielte Thomas Kienle mit 42:27,4 (Platz 22) in der männlichen Gesamtwertung, die schnellste SZ-Läuferin war Bianca Schweda mit 52.50,7 min (Platz 7).

Geschafft! Die meisten Läufer der SZ-Gruppe kamen unter einer Stunde ins Ziel.
Geschafft! Die meisten Läufer der SZ-Gruppe kamen unter einer Stunde ins Ziel. (Foto: Thomas Warnack)
... und los: So viele Läufer wie noch nie sind bei Riedlinger Stadtlauf gestartet.
... und los: So viele Läufer wie noch nie sind bei Riedlinger Stadtlauf gestartet. (Foto: Thomas Warnack)
 Händchen haltend kommt man besser ins Ziel...
Händchen haltend kommt man besser ins Ziel... (Foto: Ursula Kliebhan)
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