Neue Tagespflege öffnet ihre Pforten

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 Am Montag nimmt die neue Tagespflege der Sozialstation ihren Betrieb auf. Unser Bild zeigt vor dem neu sanierten Gebäude (von l
Am Montag nimmt die neue Tagespflege der Sozialstation ihren Betrieb auf. Unser Bild zeigt vor dem neu sanierten Gebäude (von links) Clara Reiser (Leiterin), Rudolf Saier (Leiter der Sozialstation) und Walli Werner (Leiterin). (Foto: Jungwirth)
Redaktionsleitung

Wer einen Platz in der Tagespflege in Riedlingen sucht, hat ab Montag bessere Chancen einen zu erhalten. Denn dann öffnet die neue Tagespflege „Wir helfen Leben“ der katholischen Sozialstation in der Zwiefalter Straße ihre Pforten. 15 Plätze stehen dort zur Verfügung. Am Sonntag, 9. Dezember, sind Interessierte zwischen 14 und 17 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ geladen.

Im August 2017 hat die katholischen Sozialstation das Haus in der Zwiefalter Straße gekauft, das vorher vom Büro Arche Wohna genutzt wurde. Die Mitarbeiter der Arche Wohna sind im Frühjahr nach Biberach umgezogen, seither wurde das Haus komplett umgebaut und saniert. Im Erdgeschoss sollen sich auf rund 300 Quadratmetern künftig die Gäste der Tagespflege wohl fühlen. Bis zu 15 Senioren können dort ihren Tag verbringen – betreut von den Mitarbeitern der Sozialstation. So findet sich dort ein Bereich zum Spielen, ein Wohnzimmer sowie ein Aufenthaltsbereich zum Essen, wo das Essen serviert wird. Auch ein Ruheraum ist vorbereitet. Der erste Stock, der ebenfalls über 300 Quadratmeter verfügt, ist noch nicht benutzt. Über die künftige Nutzung gibt es Ideen, aber noch keine endgültige Entscheidung.

16 feste Interessenten haben sich bei der Sozialstation gemeldet, die kommen wollen – manche an zwei Tagen, manche an drei Tagen, manche nur einmal. Die Senioren werden vom Fahrdienst der Sozialstaion zuhause abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Dies berichtet das künftige Leitungsteam Clara Reiser und Walli Werner. Auch Rollstuhlfahrer sind darunter. Das neue Haus ist barrierefrei, der Aufzug neben dem Hauseingang wurde reaktiviert und komplett erneuert.

Bedarf ist gegeben

Mit diesem Projekt ist die Sozialstation ins Risiko und in Vorleistung gegangen. Die Kosten für den Kauf samt Umbau sind im siebenstelligen Bereich. Aber der Leiter der Riedlinger Sozialstation ist sehr zufrieden mit den Räumlichkeiten und auch der Lage in der Nähe der Altstadt. Und er ist überzeugt, dass der Bedarf dafür in Riedlingen gegeben ist. Denn immer wieder habe er Anrufe erhalten von Angehörigen, die einen Tagespflege-Platz gesucht haben.

Die Kosten für eine Tagespflege werden zum großen Teil von der Kasse übernommen. Je höher die Pflegegrad-Einstufung desto mehr monatliches Budget steht dafür zur Verfügung. Umgerechnet könne ein Patient, der in der Stufe 2 ist, rund acht mal im Monat kommen, einer in Stufe 5 fast jeden Tag, heißt es von der Sozialstation. Auch der Fahrdienst kann inzwischen über die Kasse abgerechnet werden. Dennoch bleibt noch ein Eigenanteil fpro Tag von rund 25 Euro übrig, den der Gast übernehmen muss.

Schon seit längerem ist die Sozialstation, die über 700 Patienten in der Region ambulant betreut, daran, eine Tagespflege in Riedlingen aufzubauen. Zunächst gab es die Planungen diese Idee beim Konrad-Manopp-Stift zu realisieren. Doch diese Pläne haben sich zerschlagen. Nun also die Umsetzung an der Zwiefalter Straße.

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