Derzeit wird die Trasse für die Höchstspannungsleitung zwischen Reutlingen und Herbertingen modernisiert. Dazu bietet netzbetrei
Derzeit wird die Trasse für die Höchstspannungsleitung zwischen Reutlingen und Herbertingen modernisiert. Dazu bietet netzbetreiber Amprion wieder Sprechstunden für Interessierte an. (Foto: Sven Hoppe)
Schwäbische Zeitung

Der Netzbetreiber Amprion verstärkt und modernisiert momentan auf rund 61 Kilometern die Höchstspannungsleitung zwischen Reutlingen und Herbertingen. Dazu werden in Sonderbuch und in Riedlingen auch neue Trassen gebaut. Im August kommt ein Team des Übertragungsnetzbetreibers erneut mit dem Infomobil in die Region, um für Fragen und Anregungen rund um die Bauarbeiten zur Verfügung zu stehen.

Im Rahmen des Leitungsbauprojekts baut Amprion die alte Leitung aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts zurück und ersetzt sie durch neue Masten und Leiterseile. Zukünftig führt die Verbindung zwei 380 000 Volt-Stromkreise, die den Strom zu den Verbrauchern und zu den Pumpspeicherkraftwerken in den Alpen transportieren. Sie stärke die Versorgungssicherheit in der Region und trage dazu bei, dass mehr Energie über weite Strecken transportiert werden kann, heißt es in eienr Mitteilung des Netzbetreibers. Amprion investiert insgesamt rund 85 Millionen Euro in das Vorhaben.

Die insgesamt 220 Bestandsmaste der Leitung ersetzt das Unternehmen durch 181 neue Maste. Bereits seit November 2018 werden von Reutlingen über die Schwäbische Alb bis in die Donau-Ebene für den Ersatzneubau Fundamente gegossen und Maste gestockt. Auf der 61 Kilometer langen Trasse arbeiten drei Leitungsbaufirmen in sechs Baulosen parallel nebeneinander. Die Inbetriebnahme der neuen Leitung ist für Ende 2020 geplant. Zuständig für das Genehmigungsverfahren und den Erlass des Planfeststellungsbeschlusses war das Regierungspräsidium Tübingen.

Bereits im Vorfeld der Bauarbeiten hat Amprion die Bürger der Projektregion im vergangenen Spätsommer über den Ablauf der Maßnahmen informiert. Nun können Interessierte erneut bei der Sprechstunde am 21. August ihre Fragen und Anregungen zu den Bauarbeiten mitbringen.

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