Nach drei Jahren Pause: Flohmarkt-Festival steigt wieder

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Nach drei Jahren Pause wird die Donauinsel wieder zur Festivalmeile.
Nach drei Jahren Pause wird die Donauinsel wieder zur Festivalmeile. (Foto: Ursula Kliebhan)
Schwäbische Zeitung
Ursula Kliebhan

Christof Gerster (MIR, Musikinitiative Riedlingen) und Klaus Teschner (JUFO) freuen sich. Und mit ihnen die Fans des legendären, kleinen Musikfestivals auf der Donauinsel. Viele Jahre war es der Treffpunkt parallel zum großen Flohmarkt. Nach dreijähriger Pause darf nun am kommenden Flohmarkt-Samstag auf der Insel wieder gerockt und Party gemacht werden.

„Es soll ein Fest von Jugendlichen für Jugendliche und Junggebliebene sein, frei nach Motto ,umsonst &draußen’“, sagt Klaus Teschner, Vorsitzender des Jufo.

2015 gab es einen Stopp für das Inselkonzert. „Die Auflagen und die personellen Schwierigkeiten im Jufo-Kader bedeuteten zunächst einmal das Ende“, so Gerster, Vorsitzender der MIR und Beisitzer im Verein des Jugendforums. Die Idee einer Wiederbelebung habe man nach einer Neuformierung des Jufos in diesem Jahr wieder aufgenommen: „Als Kooperationsveranstaltung von MIR und Jufo.“

Endlich konnten die Veranstalter aufatmen. Es gelang, mit dem Landratsamt auszuhandeln, das Inselkonzert als einen Teil des Flohmarktgeländes anzuerkennen. Somit seien zahlreiche Auflagen weggefallen. Zudem ermögliche die neue Fußgängerbrücke eine andere räumliche Situation. So ist es nun möglich, die Veranstaltung mit einem weitaus geringeren Aufwand zu produzieren. „Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und RHG (Riedlinger Handels-und Gewerbeverband) haben wird das Ganze gestemmt und erwarten das Inselkonzert mit altem Feeling“, freuen sich Gerster und Teschner.

Alles werde so klein wie möglich gehalten, den Getränkeausschank habe man optimiert. Die Veranstalter erhoffen von den Besuchern einsichtig und unterstützend zu handeln, um eine Wiederholung des Events in der Zukunft nicht zu gefährden. „Es soll eine friedliche, familiengeeignete Veranstaltung werden.“ Im Klartext heißt das: Es sind keine Fremdgetränke erlaubt, der Jugendschutz muss eingehalten werden, vereinzelt und nach dem Zufallsprinzip werden Kontrollen durchgeführt. Securities werden anwesend sein.

Nicht fehlen für das Flohmarkt Inselfeeling darf natürlich die Musik. Man habe sich bewusst für ein regionales und „kleines“ Lineup entschieden, das in den Gesamtrahmen passe, so Gerster. Diese Veranstaltung soll nach drei Jahren Pause wieder etabliert werden. Das Jufo erhalte somit die Chance, wieder in die Wahrnehmung der Jugendlichen zu rücken, ergänzt Teschner.

„Die meisten Musiker haben einen direkten Bezug zur MIR oder zu Riedlingen, haben aber in dieser Form noch nicht oder erst seit kurzem zusammen gespielt. Stilistisch reicht das Spektrum von Songwriter/Folk über Pop und Rap bis zum Klassikrock/Hardrock“, sagt Gerster.

Das Programm

Ab 11 Uhr wird „beschallt“, zunächst aus der Konserve.

12.00 - 12.30 Uhr: Opener Lea Kaleck, bekannt aus „Superstars“, sie wird ein halbstündiges Set singen.

13.00 - 13.45 Uhr: The Wild Waters Ein Projekt, das sich aus dem Gesamtvorstand der MIR zusammensetzt (Voc/Git: C. Gerster, Keyb S. Schönbeck, Git R. Walter, Akk Git M- Lehmann, Drums T. Craemer); spielen ein gemischtes Song Set von Tom Petty und Creedence Clearwater Revival.

14 - 14.30 Uhr: VUNO (Rapper aus Ehingen, Kostproben gibt es bei YouTube)

14.45 - 15.45: Duo Kunterbunt ( ein neues Projekt mit Rainer Bohner, zwei Gitarren, zwei Stimmen)

16 - 16.30 Uhr: Selin Sings (Selin Schönbeck, Hardrock-Urgestein und Musiklehrer mal ganz anders: Er singt Songs am Klavier)

16.45 - 17.45: Sonic Deviation (neue Band von MIR-Gitarrist Ramon Walter, zwischen Hardrock und Metal angesiedelt)

ab 18 Uhr bis ca 19 Uhr: Gutn ABänd - Gute Laune Kapelle aus Tübingen, am Schlagzeug Gregor Bader, ebenfalls ein alter MIR-Musiker-Hase, Musikrichtung:Handgemachte Partymusik, Akkordeon meets Guitars. (urkl)

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