Nach der Vereinsgründung kann die Arbeit beginnen

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Der Vorstand des frisch gegründeten Vereins Donau-Taler: (von links) Gabriele Lang, Peter K. Ascherl, Josef Hoffmann, Johannes H
Der Vorstand des frisch gegründeten Vereins Donau-Taler: (von links) Gabriele Lang, Peter K. Ascherl, Josef Hoffmann, Johannes H

Der Anfang ist gemacht, doch auf die 19 Gründungsmitglieder des Vereins Donau-Taler wartet viel Arbeit. Ob das Regiogeld tatsächlich schon zum Verkaufssonntag 14. März kommt, ist fraglich.

Von unserem RedakteurMarkus Dreher

Ein Jahr nach dem ersten Anstoß hoben am Donnerstag 19 Gründungsmitglieder den Verein Donau-Taler aus der Taufe gehoben. Der stellvertretende Bürgermeister Manfred Birkle stand im Rathaus zur Seite. Unter Anleitung des Rechtsanwalts Gerd Scheffold vom Bund der Selbstständigen verabschiedeten sie eine Satzung und wählten einen Vorstand.

Der Initiator Josef Hoffmann führt den Verein, sein Stellvertreter ist Peter K. Ascherl. Der aus Regensburg stammende Pensionär leitete 30 Jahre die Forschungsabteilung bei Boehringer Ingelheim und bringt von dort Marketing- und als Erfinderförderer auch Vereinserfahrung mit. Er kam vor fünf Jahren nach Riedlingen „und mir fiel der Leerstand negativ auf – ich erwarte, dass der Donau-Taler die Wirtschaft extrem fördert“.

Johannes Hofmaier führt die Vereinskasse, Gabriele Lang fungiert als Schriftführerin. Frank Oster von der Riedlinger Gemeinschaftswerbung und Maximilian Kohler vom Handels- und Gewerbeverein Riedlingen ließen sich der Multiplikatorwirkung wegen als Beisitzer einspannen – aber nicht ins Tagesgeschäft, wie sie betonten.

Der Vorstand amtiert zwei Jahre. Außerdem wurden Anton Miehle und Hans-Peter Schreijäg zu Kassenprüfern gewählt, wie allen anderen einstimmig. Die Satzung sieht ordentliche und fördernde Mitglieder vor. Stimmberechtigt sind ordentliche Mitglieder, die zwölf Arbeitsstunden oder 60 Euro jährlich einbringen. Beitragsfreies Fördermitglied wird man als Sponsor oder durch Teilnahme am Regiogeld-Kreislauf, sprich: als Kunde, der mit Donau-Taler einkauft, und Geschäft, das ihn akzeptiert.

Davon gilt es nun weitere zu gewinnen. Der Vorstand will die Ladenbesitzer besuchen und den Donau-Taler vorstellen. Sie beginnen in Riedlingen. Damit die Sache richtig trägt, streben sie später ein Einzugsgebiet von mindestens 40000 Einwohnern an, wie Kohler beim Sekt andeutete. Nicht alle Gründungsmitglieder sind Geschäftsleute, die Zahl der Annahmestellen zum Start ist mithin offen.

Die nächsten Schritte heißen: soziale Projekte und Vereine als Spendenempfänger festlegen; mit den örtlichen Banken verhandeln, ob sie als Ausgabestellen fungieren; Werbepartner finden, um die von Hofmaier auf circa 10000 Euro geschätzten Startkosten einzuspielen. Hoffmann: „Erst jetzt nach der Vereinsgründung können wir diese Dinge konkret angehen, bisher hatten wir kein Mandat.“

Ob der Starttermin 14. März zu halten ist, bezweifelte mancher. Hoffmann zitierte Hermann Hesse: „Um das Mögliche zu schaffen, muss man das Unmögliche versuchen.“ Roland Schlegel vom Gartenland mahnte, die Kunden nicht zu vergessen: „Man darf nicht erwarten, dass die Menschen von sich aus Euro in Donau-Taler eintauschen.“ Friedrich Schönbeck regte an, zu einer Eröffnungsmesse Donau-Taler zu verschenken.

All diese Details werden beim wöchentlichen Donau-Taler-Stammtisch vertieft. Mitglieder und Interessierte treffen sich jeden Donnerstag um 20 Uhr im Lichtspielhaus. (sz)

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