Musik sorgt für gutes Flohmarkt-Feeling

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Lang, lang ist es her, 1994 auf der Hot-Food-Tour: Gere Schmid (von links), Rainer Bohner und Alex Noelle. Nicht zu sehen ist P
Lang, lang ist es her, 1994 auf der Hot-Food-Tour: Gere Schmid (von links), Rainer Bohner und Alex Noelle. Nicht zu sehen ist Peter Sichler am Schlagzeug. (Foto: Georg Kliebhan)
Stv. Redaktionsleitung

„Jazzband 47“ spielt auf dem Marktplatz, Ralf Kopp lässt seine Schmusestimme auf dem Wochenmarkt erklingen, „Knapp ein Jahr“ unterhält auf dem Stadthallenplatz und „Shokee & Sands“ bieten „Sie wünschen, wir spielen“ am Schwedenbrunnen. Am Flohmarktsamstag gibt es außerdem ein Revival. Nach zehn Jahren zum ersten Mal überhaupt wieder auf einer Bühne stehen – in der Originalbesetzung – „Jones & The Chickenwings“. Die Jungs, die einst als Vorband von Wolle Kriwanek und Grachmusikoff die Massen begeisterten, wollen es noch einmal wissen und lassen es beim Kaplaneihaus so richtig krachen.

Vor knapp 30 Jahren trafen sich Rainer Bohner, Gerold Schmid, Alex Noelle und Peter Sichler im Jufo, im damaligen alten Gefängnis, um zu sehen, in welche Richtung es mit ihrer neuen Band gehen könnte. Bohner hieß damals nur „Jones“. „Und Chickenwings hat irgendwie gut dazu gepasst“, sagt er. So war der Name der Band – „Jones & The Chickenwings“ – geboren. Es sollten nicht die schon zu oft gehörten alten Klassiker der 60er- und 70er-Jahre gespielt werden, da waren sie sich schnell einig. Zu der Zeit hatten jedoch Dylan, Lou Reed, Neil Young, Tom Petty, und auch Randy Newman wieder neuen Wind bekommen und waren aktueller den je. Diese neuen Songs wollten sie spielen, allen voran war Lou Reeds Album „New York“ eine Fundgrube an Songs für die Band. Doch auch Unbekanntes wurde ins Programm aufgenommen, vor allem die Immaculate Fools.

Mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug ging’s los und der Karriere stand nichts mehr im Weg. In der regionalen Musikzeitschrift UP schafften sie es auf den ersten Platz der Hitparade mit einem Tom-Petty-Cover. Auf dem Daugendorfer Open Air hatten sie ihren ersten großen Auftritt. Bald ging’s über die Landesgrenze hinaus. Festivals, Clubs und schließlich auch als Vorgruppe von Wolle Kriwanek und Grachmusikoff. Eigene Songs kamen hinzu und mit diesen nahmen sie schließlich mit drei anderen Bands den Sampler Hot Food auf. Nach knapp zehn Jahren in stets gleicher Besetzung trennten sich ihre Wege. In der Originalbesetzung mit Peter Sichler am Schlagzeug, Alexander Noelle am Bass, Gerold Schmid, Lead Gitarre/Gesang und Rainer Bohner Gitarre/Gesang treten sie beim Riedlinger Flohmarkt beim Kaplaneihaus nach knapp zehn Jahren erstmals wieder auf. Ihr Motto ist auch nach all den Jahren unverändert: „Keep on rockin’ in a free world.“ Als „special guests“ wird Rainer Bohners Bruder Harald erwartet.

Wenn sich die Riedlinger Thomas Maichel und Tobias Strang mit Alexandra Künast, Herwig Kiesling und dem Ehinger Jo Sulz zusammentun, dann steht das Thema „Musik“ im Mittelpunkt. Alle fünf sind erfahrene Musiker und bieten dem Publikum am Samstag am Schwedenbrunnen als „Shokee & Sands“ alles von A bis Z. Die zwei Ausnahme-Stimmen von Alexandra Künast und Herwig Kiesling garantieren mit der flexiblen Band im Rücken ein absolut individuelles Musikprogramm. Gespielt werden sofort und ohne Gewähr die Wünsche des Publikums, handgemacht, authentisch und mit eigener Note. Schon mehrmals sind sie in dieser Formation aufgetreten und haben für unglaublich viel Stimmung gesorgt. Das Repertoire der Band reicht von Rock bis Pop, aus den 60er Jahren bis zu aktuellen Hits.

Jazz auf dem Marktplatz

Auf dem Marktplatz erklingt ab 10.30 Uhr Jazz und Swing mit der „Jazzband 47“. Seit über 30 Jahren spielen die Jungs, die ihre Wurzeln in Rottenacker haben, zusammen. Inzwischen sind ihre Wohnorte zwischen Munderkingen, Ehingen und Bad Schussenried verteilt. Zum Riedlinger Flohmarkt kommen sie schon seit vielen Jahren.

Ralf Kopp aus Daugendorf tourt mit seinem Accoustic Rock landauf landab und ist am Flohmarkt auf dem Wochenmarkt zu hören. Auch schon viele Jahre kommt die Countryband „Knapp ein Jahr“ nach Riedlingen und spielt auf dem Stadthallenplatz. Die Wurzeln hat die Band in den 70er Jahren in Ravensburg. Der Name entstand damals, weil die Musiker wegen Studium und beruflichen Werdegängen nicht länger als ein Jahr zusammen spielen wollte. Das war vor mehr als 40 Jahren – die Band gibt es immer noch, in anderer Besetzung.

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