Moderner Neubau soll Sommer 2019 fertig sein

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Auf dem Areal des ehemaligen Hotels Brücke entsteht ein modernes Wohn- und Geschäftshaus in zentraler Lage
Redaktionsleitung

Kaum sind die Arbeiten an der neuen Kanalbrücke weitestgehend abgeschlossen, steht das nächste große Bauprojekt an: Am Donnerstagvormittag haben mit einem symbolischen Spatenstich die Arbeiten für das neue Wohn- und Geschäftshaus am Tuchplatz begonnen. Auf der Fläche, auf der bis vor rund einem Jahr noch das Hotel Brücke stand, sollen 31 Wohnungen und eine Gewerbeeinheit entstehen. Und ein Großteil der Wohnungen ist bereits verkauft oder fest reserviert und auch die Volksbank-Raiffeisenbank wird sich dorthin erweitern.

Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, nun können die Bagger kommen: Bereits Anfang 2017 ist das Hotel Brücke abgebrochen worden, damit an dieser Stelle die Baustelleneinrichtung für die neue Kanalbrücke errichtet werden kann. Die Zeit wurde von der Firma Fensterle und ihrem Architekten Frank Schirmer seither genutzt, um das geplante Wohn- und Geschäftshaus komplett zu planen. Im Mai 2017 wurden die Planungen dann auch von allen Behörden genehmigt, so dass dem Bau nun nichts mehr im Wege steht. Frank Schulz, Geschäftsführer der Firma Fensterle, sprach dabei beim Spatenstich am Donnerstagmorgen von einem reibungslosen und guten Miteinander mit der Stadtverwaltung.

Nachdem dem Unternehmen Fensterle Ende 2015 das Hotel zum Kauf angeboten worden war, seien verschiedene Überlegungen für eine künftige Nutzung angestellt worden, so Schulz. Der Bogen reichte von einer Flüchtlingsunterbringung im ehemaligen Bettenhaus bis zur Ansiedlung eines Drogeriemarkts auf dem Gelände. Doch sowohl Müller als auch Rossmann hätten abgesagt, so Schulz.

Nun also der modernde Neubau mit einem Invest-Volumen von rund acht Millionen Euro. Ein Flachbau mit viel Glas, Balkonen und einem Innenhof. Im Erdgeschoss sollen zudem Autos geparkt werden können. 31 Wohneinheiten mit insgesamt 2600 Quadratmetern sollen dort bis zum Sommer 2019 dort entstehen, zudem eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss. Diese wird durch die Volksbank-Raiffeisenbank belegt. Die Bank wird einen Teil der Büros auf die andere Straßenseite verlegen und sich erweitern. Nach aktuellem Stand will die Bank eine Gewerbefläche von rund 250 Quadratmetern erwerben, wie der Vorstandssprecher der Bank, Albert Schwarz bestätigt. Voraussichtlich die Immobilienabteilung wird in die neuen Räume umziehen. Weitere Erweiterungen sind möglich.

Auch die Wohnungen sind zu einem großen Teil bereits verkauft oder belegt. 22 der 31 Wohnungen seien bereits verkauft oder fest reserviert, so Schulz. Ein guter Wert, wie auch Geschäftsführer Erwin Fensterle betont. Üblicherweise seien 50 Prozent bei Baubeginn vergeben, mit 70 Prozent liege man deutlich darüber. Das erste Paar, das sich dort eingekauft hat, war beim Spatenstich anwesend. Das Paar lebt derzeit in einem großen Haus mit Garten in einer Nachbargemeinde. Aber weil das Haus nun, da die Kinder aus dem Haus sind, zu groß ist und der Garten auf Sicht zu viel Arbeit machen könnte, haben sie sich für den Umzug nach Riedlingen entschlossen. Das sei nicht leicht gefallen, sagen sie. Aber sie freuen sich auf eine barrierefreie größere, sonnige Wohnung in zentraler Lage, wo sie alles fußläufig erledigen können.

Bürgermeister Marcus Schafft wertete in seinem Grußwort diesen erneute Spatenstich zu Anfang des neuen Jahres als gutes Zeichen, als „neuen Impuls in die Stadt hinein“. Angesichts der geplanten Entwicklung am nahen Stadthallenareal, wo ein Hotel, Dienstleistungs- oder Handelsflächen angeboten werden, „fügen sich nun die Puzzleteile zusammen“. Auch der Gemeinderat habe die Entwicklung am Tuchplatz mit dem geplanten Neubau mit modernem Antlitz gut geheißen. Die „moderne Architektur“ an diesem Platz gebe eine gute Perspektive und vor allem bewirkt es noch etwas: Durch neue Wohnungen ergibt dies eine Belebung der Innenstadt.

Stadtbaumeister Johann Suck dankte der Firma Fensterle für die Überlassung der Fläche für die Baustelleneinrichtung Kanalbrücke. „Ansonsten hätten wir Teile des Stadthallenparkplatzes absperren müssen“, so Suck. Er erwartet sich für den Neubau, dass die Stadt Riedlingen am Stadteingang ein moderneres Gesicht erhält. „Wir werden ein ganz anderes Entree für die Stadt haben“, so Suck. Aber das ist nur ein Teil der Entwicklung: So soll die Mühlvorstadt als förderfähiges Sanierungsgebiet aufgenommen werden und zusammen mit der Entwicklung am Stadthallenareal „passiert viel in Riedlingen. Das sollten wir ins Bewusstsein rufen.“

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