Mit einem Augenzwinkern und viel Gefühl

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 Easy on Soul, Dirk Blümlein (v. l.) Katrin Haug und Albert Mayer-Mikosch, hatten einen grandiosen Auftritt im Riedlinger Lichts
Easy on Soul, Dirk Blümlein (v. l.) Katrin Haug und Albert Mayer-Mikosch, hatten einen grandiosen Auftritt im Riedlinger Lichtspielhaus. (Foto: Mechthild Kniele)
Mechthild Kniele

Ein wunderschönes und stimmiges Konzert hat das Trio Easy on Soul an Allerheiligen im Riedlinger Lichtspielhaus gegeben. Es erklangen viele bekannte und weniger bekannte Rock- und Soulballaden.

Easy on Soul, das sind Sängerin Katrin Haug und Dirk Blümlein, ein Bassgitarrist aus Böblingen, der gemeinsam mit Albert Mayer-Mikosch den Rhythmus vorgibt. Noch nicht sehr lange hat sich das Trio gefunden. Alle drei sind bekannte Musiker im süddeutschen Raum, und vor allem Albe Mayer, wie er damals hieß, hat im Raum Riedlingen, Munderkingen und Ehingen einen guten Namen, da er ein Gründungsmitglied von The Wishmen war und dann zu den Power Play wechselte, die durch Auftritte in den 70er-Jahren bekannt geworden sind.

Mit Katrin Haug haben sich die beiden Gitarristen eine Sängerin mit viel Power und einer sagenhaften Stimme dazu geholt, die schon in vielen Gospels- und Soulbands gesungen hat. Sie nennen sich EOS – Easy on Soul und haben das Publikum in Riedlingen begeistert. Zu hören gab es Klassiker wie „Wheel’s on Fire“, „Mercy Mercy“, „Higher and Higher“ und „Under The Boardwalk“, die aber mit neuen Harmonien und Soli versetzt worden sind. Dafür gab es immer wieder viel Beifall vor allem für Bassist Dirk Blümlein.

Sängerisch stand Katrin Haug im Mittelpunkt und Albert Mayer-Mikosch legte seine Stimme darüber bei diversen Refrains. „I Feel Fine“ von den Beatles allerdings gehörte ihm und er demonstrierte, wie man in ein einfaches Liedchen viele Grooves einbauen kann. Genauso bei Bob Dylan, der den Bluesrocksong „Make you feel my Love“ komponiert hat und ihn laut Albe Mayer mit nur drei verschiedenen Akkorden gespielt hat. „Wir haben noch ein paar hinzugefügt“, schmunzelte er und Dirk Blümlein ergänzte trocken: „Wir spielen es mit vier.“

Zum 1. November, auf den immer wieder angespielt wurde, passte auch gut der von Albe Mayer interpretierte Song „Have I told you lately“, welcher tatsächlich Ähnlichkeit mit einem Gebet hatte. Nach zwei Sets von je 45 Minuten gab es viel Applaus für die drei Musiker, die gerne noch zwei Zugaben spielten: „Tanzen darf man zwar nicht heute, aber sich gut fühlen schon“, sagte Katrin Haug zum Abschied, als sie als zweite Zugabe „I Feel Good“ interpretierte.

Schade, dass nur wenige Besucher den Weg ins Lichtspielhaus gefunden hatten, wobei es möglicherweise am Feiertag lag, an welchem niemand mit dem Auftritt einer Rock- und Soulgruppe gerechnet hat, oder an mangelnder Werbung.

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