Mini-Demo gegen den Klimawandel

Lesedauer: 4 Min
Mini-Schülerdemo in Riedlingen gegen den Klimawandel.
Mini-Schülerdemo in Riedlingen gegen den Klimawandel. (Foto: Thomas WArnack/dpa)
Redaktionsleitung

Während in anderen (Groß-)Städten die Schüler zu Tausenden auf die Straße gehen, um unter dem Motto „Fridays for Future“ (Freitage für die Zukunft) gegen den Klimawandel und für eine andere Politik zu demonstrieren, ist dieses Pflänzlein in Riedlingen noch sehr klein. Aber es gibt es: Am Freitagmorgen haben sich drei Schüler trotz Regens mit ihren Schildern auf den Marktplatz gesetzt.

Der Regen tröpfelt unablässig nach unten. Unter ihren Regenschirmen verkrochen sitzen Lara Fensterle Gomez aus Ertingen und Eva Kaleck aus Riedlingen auf der Sitzbank vor dem Quick-Schuh. Mit zwei Plakaten machen sie auf ihr Anliegen aufmerksam: „Klima- und Umweltschutz.“ „Nein zu Plastik“ steht da geschrieben und „Hätten Bäume WLAN, hätten wir mehr davon gepflanzt“. „Die globale Erwärmung ist ein großes Problem“, sagt Lara Fensterle Gomez und Eva Kaleck meint, dass die Leute merken sollen, dass es anders werden soll.

Keine wollte mitmachen

Die beiden Mädchen gehen auf die Schule in Obermarchtal und haben beschlossen ebenfalls an den Freitagsdemos der Schüler teilzunehmen. Weil Stuttgart für die Achtklässlerinnen doch etwas zu weit ist, blieben sie in Riedlingen. Sie habe ihre Klassenkameradinnen angesprochen, sagt Lara Fensterle Gomez. Doch sonst wollte keine mitmachen. Also saßen sie an diesem Freitagmorgen in Riedlingen zunächst nur zu zweit auf der Bank im Regen.

Eigentlich gab es auch Initiativen einer Klasse aus der Realschule ab 10.15 Uhr auf dem Marktplatz eine Demo zu initiieren. Doch die große Anzahl an Schülern ist ausgeblieben. Denn in der Realschule wurde nochmals deutlich gemacht, dass eine Teilnahme für die Schüler untersagt ist.

Gegen halb elf hat sich dann noch Justin Walter zu den beiden Demonstrantinnen gesellt. Er ist in der neunten Klasse. Ihm war es wichtig, zu kommen. „Wir haben nur eine Welt“, sagt er. Also muss alles getan werden, dass diese auch intakt bleibt.

„Fridays for Future“ (Freitage für die Zukunft), ist eine globale Schüler- und Studenteninitiative und Bewegung, die sich für den Klimaschutz einsetzt. Gegründet wurde die Bewegung von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die seit August 2018 jeden Freitag den Schulunterricht bestreikt. Inzwischen gehen weltweit Tausende von Schülern jeden Freitag auf die Straße.

In Riedlingen ist es an diesem Freitag nur ein ganz kleines Häufchen. Aber ein Ziel haben sie dennoch erreicht: Sie erregen Aufmerksamkeit. Immer wieder kommt ein Marktbesucher vorbei, bleibt stehen und kommt mit den Jugendlichen ins Gespräch.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen