Mehrere Katzen sind in Riedlingen verschwunden

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(Foto: Archiv)
Marion Buck

Katzenbesitzer sind beunruhigt: In Riedlingen und der Region sind mehrere Katzen verschwunden. Kinokatze Frieda fehlt seit Anfang des Jahres, ebenso Mimi aus dem Stadtgraben. Auf der Klinge sind welche abhanden gekommen und in der Industriestraße. Wurden die Katzen gestohlen? Sind Tierfänger in Riedlingen unterwegs? Oder wurden die Katzen gar umgebracht, wie mancher Besitzer befürchtet?

Kinokatze Frieda ist Besuchern des Lichtspielhauses keine Fremde. Oder besser war – denn Frieda ist seit Anfang Januar verschwunden. Das zutrauliche Tier schmuste gerne mit Kinobesuchern und ließ sich auch von Fremden streicheln. Vielleicht ist ihr das zum Verhängnis geworden. Wahrscheinlich habe sie jemand mitgenommen, vermutet Kinobetreiber Jürgen Matzner. Das war schon einmal so. Allerdings ist Frieda damals wieder aufgetaucht.

Ebenso fehlt im Stadtgraben die achtjährige Mimi, die von Ingrid Conrad gefüttert und umsorgt wurde. Fast zeitgleich mit Frieda verschwand das ebenfalls schwarze Tier von der Bildfläche. Sollte die Katze gefunden werden, kann bei einem Tierarzt schnell geklärt werden, wo sie hingehört. „Mimi ist gechipt“, sagt Ingrid Conrad. Außerdem hat die Riedlingerin die Katze bei Tasso registrieren lassen. Tasso ist ein eingetragener Vereine, der hilft bei der Rückvermittlung entlaufener Tiere. Allerdings befürchtet Mimis Frauchen, dass ihr Tier eventuell vergiftet worden ist, obwohl kein Tierkadaver gefunden wurde.

Keine Hinweise

Bei der Polizei weiß man nichts von abhanden gekommenen Katzen oder von Tierfängern, die in der Stadt unterwegs seien. Es seien auch keine Anzeigen wegen vergifteter Tiere eingegangen, sagt Polizeisprecher Uwe Krause. Auch in der Tierarztpraxis Berger in Riedlingen gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass Katzen Opfer von Gift geworden wären.

Dass nicht jeder Tieren gegenüber wohl gesonnen ist, kann Petra Harscher aus Unlingen bestätigen. Sie geht täglich mit ihrer 14 Jahre alten Schäferhündin Angie spazieren. Meistens am Bahndamm zwischen Unlingen und Riedlingen. Und mehrmals hat sie dort schon Fleischbrocken mit blauen Körnern gesehen. Sie sei sehr vorsichtig und passe sehr gut auf, was so am Wegesrand liege, sagt sie. In ihrer Familie habe es schon einmal einen Fall eines vergifteten Hundes gegeben.

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