Mehr als einfach nur Musik

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 Lydia Bulling (von links) vom Deutschen Harmonika-Verband ehrte Ingeborg Enderle, Melanie Geiselhart und Serena Fritschle für m
Lydia Bulling (von links) vom Deutschen Harmonika-Verband ehrte Ingeborg Enderle, Melanie Geiselhart und Serena Fritschle für mehrjähriges Engagement.
ln und Lorena Neubrand

Unter dem Motto „Just music“, frei ins Deutsche übersetzt mit „einfach nur Musik“, haben am Samstag drei Riedlinger Akkordeonorchester ein mitreißendes Konzert gespielt. Vor der vollen Daugendorfer Donauhalle traten das Jugendorchester, das Unterhaltungsorchester Tastenzauber und das Hauptorchester auf.

„Ihr macht mehr als einfach nur Musik“, betonte Bürgermeister Marcus Schafft während seiner Ansprache und beschrieb damit den Abend gut. Denn schon mit dem Auftakt des Jugendorchesters wurde dem Publikum klar, dass hier Musik mit Freude und Leidenschaft einhergeht. Unter der Leitung der Dirigentin Cornelia Dick eröffnete das Jugendorchester den Abend mit dem Stück „Hexenmusik“. Passend zur Jahreszeit fing es in drei Sätzen den Charme des Herbstes und des damit verbundenen Halloween auf. Anschließend zeigten die jungen Musiker, dass man mit dem Akkordeon auch Pop-Musik machen kann und spielten das Stück „Modern Pop Styles 1“, zu dem das Publikum begeistert mitklatschte.

Das Unterhaltungsorchester Tastenzauber, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feierte, unterhielt das Publikum mit einem Überraschungsprogramm, in dem jedes Werk an ein zusammen erlebtes Ereignis erinnerte. Mit den Stücken „Urlaub am Bodensee“ und „Granada“ dachten Dirigent Wolfgang Störkle und seine Musiker an besondere Auftritte des Orchesters am Bodensee und in Italien zurück. Mit dem Klassiker „Ich war noch niemals in New York“ erinnerten sich die Musiker an das Jahr 2012, als sie gemeinsam einen Ausflug nach New York machten um an der berühmten „Steuben-Parade“ teilzunehmen, die als Zeichen der deutsch-amerikanischen Freundschaft abgehalten wird.

Lydia Bulling vom Deutschen Harmonika Verband ehrte drei Musikerinnen für ihr Engagement in den Orchestern. Serena Fritschle wurde eine Urkunde für fünf Jahre aktives spielen im Jugendorchester überreicht. Melanie Geiselhart und Ingeborg Enderle wurden jeweils für 30 Jahre Engagement mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Mit dem „Bozner-Bergsteiger-Marsch“ sprachen die Musiker ein musikalisches Dankeschön aus.

Das dritte Orchester des Abends, das Hauptorchester, spielte unter der Leitung von Cornelia Dick und überzeugte mit einem abwechslungsreichen Programm. Den Auftakt des letzten Programms des Abends bildete die Suite 2012, die mit Fanfaren und imposanten Melodien die Atmosphäre der Olympischen Spiele im Jahre 2012 in London einfing. Mit dem Hit Mix von Udo Jürgens spielte das Hauptorchester Klassiker wie „Mit 66 Jahren“ und „Aber bitte mit Sahne“. Das darauffolgende Stück nahm die Zuhörer mit rasanten Melodien und einem ausdrucksstarken Rock-Teil mit auf eine Abenteuerreise, die immer wieder auch in sanfte Passagen mit zarten Klängen mündete. Dass man mit dem Akkordeon auch Balladen interpretieren kann, stellten die Musiker mit Leonard Cohens „Hallelujah“ unter Beweis. Abwechslungsreich wurde es dann wieder mit dem Werk „Don’t stop me now“. Die Energie und Stärke Freddy Mercurys ging vom Orchester auf das Publikum über, das nach dem letzten Stück „Time to say goodbye“ gleich zwei Zugaben forderte. Verstärkt mit der ersten Zugabe „Thank you for the music“ betonte Cornelia Dick am Schluss: „Unsere Leidenschaft ist ganz klar die Musik!“ Diese Leidenschaft war nochmals spürbar durch die zweite, spontane Zugabe, einem Teil aus „Hallelujah“. Nach reichlichem Applaus endete das Konzert, das ganz klar mehr als einfach nur Musik war.

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