Maibäume machen die Heimat schöner

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Ein Prosit auf den Maibaumwettbewerb – die Dieterskircher Maienfreunde stoßen im Bierhimmel an.
Ein Prosit auf den Maibaumwettbewerb – die Dieterskircher Maienfreunde stoßen im Bierhimmel an. (Foto: Marion Buck)
Stv. Redaktionsleitung

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Maibaumsteller sorgen jedes Jahr dafür, dass die Heimat einen Tick schöner wird. Ihre Arbeit würdigt die Schwäbische Zeitung Riedlingen mit einem Maibaumwettbewerb, der am Mittwochabend bei einem zünftigen Vesper gefeiert wurde. Dank der Sponsoren, der Volksbank-Raiffeisenbank Riedlingen und der Zwiefalter Klosterbräu, gab es Geld- und Getränkegutscheine für die Gewinnerbäume aus Ertingen, Binzwangen und Uttenweiler.

„Wer will zu Lebzeiten nicht einmal im Bierhimmel landen?“, fragte Peter Baader, Geschäftsführer der Zwiefalter Klosterbräu, der vor der Prämierung der Gewinner, in die neue Lokalität in Zwiefalten eingeladen hatte. Dort bekamen die Teilnehmer einen Einblick in die Herstellung der Biere der Zwiefalter Klosterbräu und in die klösterliche Braukunst. 13 Sorten Bier werden in Zwiefalten gebraut. Im Umkreis von 70 Kilometern wird ausgeliefert. Baader und Braumeister Alex Passen beantworteten die Fragen rund ums Bier. Das besondere Interesse der Maibaumsteller galt der neuen Biersorte „Engele“, das nicht nur den männlichen Teilnehmern gut schmeckte. Im Kronkorken wird entschieden, wer ein „Engele“ und wer ein „Bengele“ ist.

Regionalität liegt der Brauerei am Herzen, ebenso wie der Volksbank-Raiffeisenbank Riedlingen, die ebenfalls seit Beginn des Wettbewerbs als Sponsor mit im Boot ist. Das Maibaumstellen sieht Thomas Rieger von der örtlichen Bank als hohes Traditionsgut an, das weitergegeben werden müsse. Deshalb unterstütze die Bank gerne den Wettbewerb der Schwäbischen Zeitung. „Auch im nächsten Jahr“, so der Banker.

Nach dem zünftigen Vesper war Gelegenheit für Gespräche, die sich – wie konnte es anders sein – um Maibäume drehten. Die Dürrenwaldstetter Feuerwehrmänner erklärten, wie sie ihren Baum samt Wurzel mittels Seilwinde aus dem Erdreich ziehen. Dank eines Forstwirts in ihren Reihen, falle ihr Baum so schonend und langsam um und die Krone breche nicht ab, erklärte Kommandant Gabriel Maier. Beim Kranzen sei der ganze Ort beteiligt, allein für die Girlande braucht es vier Stunden Zeit. In Dürrenwaldstetten lebt die Maibaumtradition schon seit über 50 Jahren. Auf eine lange Maibaum-Tradition blickte auch die Ertinger Kolpingsfamilie zurück, die ihr 40-Jähriges feierten.

Je später der Abend desto fröhlicher ging es in der Gaststube zu. Die Maibaumsteller zeigten, dass sie Traditionen nicht nur bei den Maibäumen hoch halten. Sie bewiesen sich auch als exzellente Chorsänger, die mehr als nur eine Strophe zahlreicher Volkslieder vortrugen.

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