Lizenz zum Lenken der 7,5-Tonner

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Schwäbische Zeitung

Theorie und Praxis: 21 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau haben erfolgreich die Ausbildung zum Fahren eines Feuerwehrfahrzeuges bis 7,5 Tonnen absolviert. Die Ausbildung wurde von April bis Juni am Ausbildungsstützpunkt Riedlingen vorgenommen.

Aufgrund der „neuen Führerscheinregel“ dürfen mit der Führerscheinklasse B nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht gefahren werden. Diese Regelung bereitete vor allem kleineren Feuerwehren erhebliche Probleme. Sie hatten Schwierigkeiten Fahrer für ihre großen Feuerwehrfahrzeuge zu finden. Der Deutsche Bundestag beschloss daraufhin den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren nach erfolgreicher Ausbildung und Prüfung das Führen von Einsatzfahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 Tonnen zu ermöglichen.

Eine solche Ausbildung hat nun in Riedlingen stattgefunden. Die Ausbilder des Ausbildungsstützpunktes Riedlingen vermittelten bei einem eigenen zeitlichen Aufwand von insgesamt rund 200 Stunden die entsprechenden Kenntnisse an die Teilnehmer aus acht Wehren.

Die Einheiten gliedern sich auf, in zwei Stunden Theorie, eine Stunde Parcours, eine Stunde Anhängerausbildung und jeweils 4,5 Stunden Einzelfahrstunden für jeden Teilnehmer. Die Ausbildung war Grundlage für die Prüfungen, die von Georg Schönweiler und Alfons Christ abgenommen wurden.

Bei der theoretischen Ausbildung wurden der Feuerwehrfrau und den 21 Feuerwehrmännern die Abfahrtskontrolle sowie ihre Rechte und gesetzlichen Grundlagen zum Führen eines Einsatzfahrzeuges mitgeteilt. An einem Samstag waren auf dem Verkehrsübungsplatz Riedlingen mehrere Übungen (Rückwärtsfahrt, Slalomfahrt, Durchfahrtshöhe, -breite, Zielbremsen…) aufgebaut, die immer von fünf Schülern gleichzeitig mit den Einsatzfahrzeugen absolviert worden.

Anschließend waren noch die 4,5 Stunden als Überland-, Stadt- und Übungsfahrten notwendig, um ein Gefühl für das Einsatzfahrzeug zu bekommen.

Folgende Ausbilder waren tätig: Obmann Joachim Zittrell, dazu Arthur Sauter, Martin König, Martin Schaak, Hubert Lotzer, Andreas Krämer, Udo Traub, Christian Traub und Daniel Götz.

Die praktische Ausbildung wurde zum größten Teil mit den eigenen Fahrzeugen an den jeweiligen Standorten von Langenenslingen bis nach Reinstetten vorgenommen.

Nach dieser Vorbereitung wurde von Prüfern des Landratsamtes die praktische Prüfung, zu der auch zum Teil eine Anhängerfahrt gehörte, abgenommen. 21 Kameraden und eine Kameradin aus den Wehren: Langenenslingen, Neufra, Daugendorf, Dietelhofen, Uttenweiler, Rupertshofen, Aßmannshardt und Reinstetten nahmen an dem Lehrgang teil.

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