Leuchtturmprojekt für die digitale Fabrik

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Schwäbische Zeitung

Mit dem Spatenstich für Werk 4 von Feinguss Blank begann am 14. Mai 2018 der Aufbau einer digitalisierten, neuen Arbeitswelt für die Fertigungsbereiche Mechanische Bearbeitung und Montage (MB&MO). Im Frühjahr 2019 wurde die Halle fertiggestellt und anschließend sukzessive bezogen. „Werk 4 wird innerhalb des Unternehmens als Leuchtturmprojekt auf dem Weg zur Digital Factory gesehen, denn auf einer Nutzfläche von 3600 Quadratmeter entstanden Fertigungsstraßen, auf denen Mensch und Roboter Hand in Hand arbeiten“, erklärt Oliver Mulder, Leitung MB&MO bei Blank. Am Freitag hatten nun die Mitarbeiter des Unternehmens die Möglichkeit Führungen durch die neuen Halle zu erhalten.

Verteilt über den ganzen Tag gab es die Möglichkeit auf geführten Touren von Oliver Mulder, Thomas Hofmann und Markus Kloker aus dem MB&MO mehr über die Halle und deren Baukonzept zu erfahren. Einen knapp zweistelligen Millionenbetrag wurde in das neue

Bei der Realisierung der neuen Halle sei darauf geachtet worden, unnötige Wege einzusparen und Prozesse zu vereinfachen, heißt es in vom Unternehmen. So sei beispielsweise zwischen den Bereichen Bearbeitung und Montage eine rund ein Meter hohe Schleuse installiert worden, durch die auf Rollwägen Material vom einen Bereich in den anderen transportiert werden kann.

Allgemein spielte das Thema Materialfluss bei der Konzeption der 90 Meter langen und 35 Meter breiten Halle eine wesentliche Rolle. „Es gibt zwei Anlaufstellen für Stapler im vorderen und im hinteren Bereich der Halle", so Markus Kloker während des Rundgangs. „Dadurch stellen wir sicher, dass der Stapler schnell und flexibel agieren kann.“ In der Vergangenheit habe der Stapler immer zuerst die Verladerampe mit dem fertigen Material abräumen müssen, um im Anschluss die zu bearbeitenden Teile abstellen zu können. Durch die Baulösung mit jeweils zwei Anlaufstellen ist der Vorgang nun in annährend der halben Zeit machbar.

Halle eröffnet Möglichkeiten

Der Halle liegt ein modernes Baukonzept zugrunde, das viele Eventualitäten berücksichtige. „Bei der Bauweise haben wir darauf geachtet, dass das Gebäude im Fall der Fälle auch für andere Abteilungen genutzt werden kann“, so Mulder. Die Betonpfeiler sind zum Beispiel so konzipiert, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein Deckenkran installiert werden könnte, falls dies nötig wäre. Durch großzügige Fensterfronten und Deckenluken fällt viel Licht in die Werkhalle, was eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffe, so Blank.

Für Blank-Geschäftsführer Hubert Deutsch ist mit der neuen Halle ein Grundstein für die zukünftige Ausrichtung der Blank-Gruppe gelegt. „Wir müssen uns verändern, wenn wir am Markt bestehen wollen. Die neue Halle eröffnet uns viele Möglichkeiten, bestehende Arbeitsabläufe neu zu organisieren.“ Im nächsten Schritt könne die frei gewordene Fläche durch den Umzug der Bearbeitung und Montage für die Erweiterung weiterer Produktionsbereiche genutzt werden.

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