Leader unterstützt 30 Kleinprojekte in der Region

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 Leader-Auswahlausschuss: vordere Reihe von links Bürgermeister Armin Christ (Veringenstadt), Bürgermeisterin Dagmar Kuster ( He
Leader-Auswahlausschuss: vordere Reihe von links Bürgermeister Armin Christ (Veringenstadt), Bürgermeisterin Dagmar Kuster ( Hettingen), Alois Henne (Vorsitzender Leader), Sonja Berner (stellv. Vorsitzende des Leader-Beirates), Elfriede Elser (stellv. Vorsitzende Leader), rechts davon Anton Röller (Datthausen), Niklas Kreeb (Bauernverband), Roswitha Guggemoos (Landratsamt Alb-Donau) und Romy Wurm (Vorstandsmitglied Leader). (Foto: Leader)
Schwäbische Zeitung

Die Förderung sogenannter Kleinprojekte ist etwas ganz Neues in der Leader-Region Oberschwaben. Nach einem dreiviertel Jahr Ankündigung durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) wurde im Oktober grünes Licht zur Förderung von kleinen Projekten gegeben. Oberschwaben stand schon in den Startlöchern und konnte 31 Projekte beschließen, wovon 30 gefördert werden. Projektbewerbungen im Bereich Grundversorgungen in der Bio-Landwirtschaft, musikalische Kulturgüter, Digitalisierung lernen, innovative Erfindung und Schulaula für alle werden vom Regionalentwicklungsverein Donau(T)Raum Oberschwaben zur Förderung beschlossen.

Der Bund und das Land Baden-Württemberg stellen jährlich finanzielle Mittel, das sogenannte Regionalbudget, für die Förderung von Kleinprojekten zur Verfügung. Insgesamt sind es 200 000 Euro jedes Jahr, wovon 180 000 Euro von Bund und Land kommen und 20 000 Euro von den Leader-Aktionsgruppen selbst. Im Gebiet Leader-Oberschwabens stellen die 44 Mitgliedsgemeinden und die drei Landkreise Sigmaringen, Biberach und Alb-Donau die Finanzierung gemeinschaftlich sicher.

Kleinprojekte müssen investive Projekte sein, die dem Regionalen Entwicklungskonzept (REK) entsprechen, sowie dem Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK). Sie müssen der Innen- oder Dorfentwicklung, Infrastruktur oder Grundversorgung dienen und dürfen maximal 20 000 Euro netto betragen. Trifft ein Projekt auf mindestens eines der Ziele zu und wird vausgewählt, so kann es mit 80 Prozent gefördert werden.

Von knapp 40 eingegangen Bewerbungen konnten insgesamt 31 den Vorgaben entsprechend bewertet und beschlossen werden, wobei erstmalig auch Landwirte unterstützt werden können. Dies haben vor allem Biolandwirte genutzt. Grundversorgung sowie eine naturnahe Landwirtschaft können durch die hohen Projektbewertungen und den Beschluss der Aktionsgruppe unterstützt werden. Neben biologisch wirtschaftenden Betrieben erfahren auch viele Musikvereine eine Unterstützung bei der Anschaffung von Musikinstrumenten und damit beim Erhalt des musikalischen Kulturgutes. Aber nicht nur „alt Bewährtes“ erfährt eine Förderung, auch innovative Forschungsideen im Imkereibereich, das Lernen der Programmiersprache allen Alters oder eine klassische Bücherei werden unterstützt.

Aus der Region um Riedlingen

Musikinstrumente für die Jugendarbeit vom Musikverein Daugendorf; Musikinstrumente für den Verein zur Förderung der Musik und Kultur der Musikkapelle Zell-Bechingen; neues Musikinstrument zur Förderung der Kunst und Kultur beim Musikverein Neufra/Do.; Musikinstrumente und Medienanlage für den Musikverein Offingen; zwei Flügelhörner für Jungmusiker im Musikverein Grüningen; neue Musikinstrumente zur Jugendförderung im Musikverein Friedingen; Musikinstrument für die Musikkapelle Heudorf; neue Musikinstrumente für den Verein zur Jugendförderung beim Musikverein Uttenweiler; Förderung der Musikkapelle Zwiefaltendorf mit neuen Musikinstrumenten; Teigknetmaschine für den Biobetrieb Armin Bauschatz in Riedlingen; Umgestaltung der Aula zum Seminar- und Veranstaltungsraum des Kolpings-Bildungswerk in Riedlingen.

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