Kultur in allen Facetten

Lesedauer: 4 Min
 Volles Haus hatte der Kunstkreis 84 bei der Vernissage zu seiner ersten Ausstellung in diesem Jahr, der Werkschau des Malerkrei
Volles Haus hatte der Kunstkreis 84 bei der Vernissage zu seiner ersten Ausstellung in diesem Jahr, der Werkschau des Malerkreises. (Foto: Privat/Wolf)
Schwäbische Zeitung

Als „rührigen“ Verein würdigte Manfred Birkle in Vertretung von Bürgermeister Marcus Schafft den Kunstkreis 84 Riedlingen bei seiner Mitgliederversammlung im „Rosengarten“. Vorsitzender Dr. Berthold Müller sprach denn auch von einem „sehr aktiven“ Jahr mit Ausstellungen dreier Künstler: Käthe Schönle, Hans-Jörg Eder und Jürgen Knupfer, ergänzt um zwei Werkschauen.

Außer der des Malerkreises eine zweite parallel zum Sommerfest zu eröffnen, wurde 2018 zum ersten Mal praktiziert und wird mit der Vernissage am 7. September wiederholt. „Nacht-gestalten“ und „Kunst des Zufalls“ ist sie überschrieben. Gezeigt werden Arbeiten aus dem VHS-Kurs von Ruth Dietrich, während der Malerkreis sich mit „Licht und Schatten“ präsentierte. Im Juli stellt Berthold Müller aus, im Oktober der Reutlinger Werner Wellsandt.

Doch nicht nur auf eigene Kunst konzentriert sich der Verein, sondern unternimmt immer wieder Fahrten, um berühmten Künstlern nachzuspüren, wie jüngst Oskar Kokoschka und Pablo Picasso. Am 4. Mai steht eine Halbtagsfahrt nach Friedrichshafen auf dem Programm zu „Aufbruch ins Unbekannte – die klassische Moderne am Bodensee“, Ende Mai führt – nach einem vorbereitenden Vortrag – Barbara Honecker durch die Staatsgalerie in Stuttgart, um den jungen Jahren von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer nachzuspüren.

Im Juli will sich der Kunstkreis Neuem aus der Sammlung in der Kunsthalle Weishaupt in Ulm widmen. Angeregt wurde für September eine Fahrt nach Lindau zur Friedensreich Hundertwasser-Ausstellung.

Bei den Kunstvorträgen und –fahrten arbeitet der Kunstkreis eng und gut mit der Volkshochschule zusammen, in deren Beirat Barbara Bulander mitwirkt. Mit der VHS kam auch das Projekt „Über Gedichte sprechen“ unter Leitung von Bernd Lippmann zustande, das derzeit stattfindet.

Barbara Bulander berichtete vom Jour fixe des Malerkreises, der sich der Herausforderung der Porträt-Malerei gestellt hat und sich jetzt in Drahtfiguren übt. Donnerstags von 14.30 bis 17 Uhr trifft man sich dazu im Kaplaneihaus. Der Literaturkreis kommt einmal pro Monat dienstags zusammen, um sich über Lektüre auszutauschen, die man gemeinsam ausgewählt hat. Nach dem eher schwierigen Thema Japan will man sich jetzt mit Österreich befassen, wie Heinz Rapp darlegte.

Der Finanzbericht von Barbara Engler kann die Mitglieder beruhigt in die Zukunft blicken lassen. Sie wusste auch über den Mitgliederstand Bescheid: vier Ehrenmitglieder, 84 Einzel- und 28 Doppelmitgliedschaften. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden Maria Mayer und das Ehepaar Christine und Karl-Otto Schweizer mit einer Urkunde geehrt.

Waltraut Jerger warb noch für eine Teilnahme an der Kunstreise, die auch für Nichtmitglieder offen ist. Sie führt vom 17. bis 21. Juni nach Trier, Luxemburg und Metz. In allen drei Städten stehen Führungen auf dem Programm. In Luxemburg wird unter anderem das Europaviertel in Augenschein genommen und das Museum für moderne Kunst besucht. In Metz steht der Besuch der Kathedrale mit Chagall-Fenstern auf dem Programm und eine Führung im Centre Pompidou, das allein schon durch seine Architektur besticht.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen