Keine Seifenblase - Donau-Taler feiert Geburtstag

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Keine Seifenblase - Donau-Taler feiert Geburtstag
Keine Seifenblase - Donau-Taler feiert Geburtstag

Vor einem Jahr hat Riedlingen seine eigene Regionalwährung erhalten: Der Donau-Taler wurde offiziell eingeführt. Mit einer zwanglosen Feier haben Initiatoren und Sympathisanten des Donau-Talers auf dem Lorettohof bei Zwiefalten den ersten Geburtstag gefeiert. Ziel für die nahe Zukunft: Mehr Annahmestellen zu erreichen.

Neben Spaß für die Kinder mit Clown Moki und der lebendigen Marionette Lili Lila gab es den ernsthaften Blick zurück auf das Donau-Taler-Jahr. Dass die Idee nicht wie eine Seifenblase zerplatzte, macht der Hauptinitiator der Riedlinger Regionalwährung, Josef Hoffmann, an fünf Punkten fest: Die Unterstützer haben gut zusammengehalten, es wurde viel Zeit dafür investiert und die Beteiligten waren auch bereit, Fehler zu verzeihen. „Wir haben uns immer auf unser Ziel konzentriert“, hob Hoffmann als vierten wichtigen Faktor für die Umsetzung hervor, und: „Es gab viele Menschen, die uns unterstützten.“

Zwar wurden im ersten Jahr rund 45000 Donau-Taler umgesetzt; zwar fasst die Zahl der Annahmestellen für den Donau-Taler inzwischen über 50 Firmen und Geschäfte aus unterschiedlichsten Branchen. Doch das ist auch nach Einschätzung der Initiatoren noch nicht genug: „Ich wünsche mir, dass Ihr weitere Unternehmen findet, die Donau-Taler nehmen“, sagte Hoffmann.

Die Anwesenden berichteten von Vorbehalten bei anderen Händlern. Die Folge: Es fehlen weitere Annahmestellen, wo die Donau-Taler in der Region wieder ausgegeben werden können. Ziel sei ja, das Geld im regionalen Kreislauf wieder auszugeben. Dass dies nicht immer gelingt, machte der Bäcker des Lorettohofs, Günter Weber, deutlich. Seine Zulieferer kommen nicht aus dem Riedlinger Gebiet, daher könne er die Donau-Taler nicht weitergeben.

Allerdings sieht Weber, wie andere, dennoch einen positiven Effekt: Dass man bewusster darauf achtet, wo man einkauft. Das gilt auch für die Unternehmer selbst. Beispiele: So wurde ein Flyer nun in einer Riedlinger Druckerei gedruckt und nicht in einer „anonymen“ Internetdruckerei. Josef Hoffmann bleibt zuversichtlich: „Ein Kind mit einem Jahr kann auch noch nicht rennen.“ (juwi)

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