Jugendliche werfen Raketen in Briefkasten - 500 Briefe beschädigt

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 Der Servictechniker fand Teile von Raketen im Postkasten.
Der Servictechniker fand Teile von Raketen im Postkasten. (Foto: Thomas Warnack)
Stv. Redaktionsleitung

Das Jahr 2019 war noch keine halbe Stunde alt, als aus dem Doppelbriefkasten bei der Post dichter Rauch dran. Laut Polizei hatten Jugendliche Raketen in die Briefkästen geworfen. Die Feuerwehr musste ausrücken und löschen. Der technische Service der Post reparierte die Kästen am Mittwochmorgen. Der Inhalt – geschätzt bis zu 500 Briefe und Karten – muss nun von der Post gesichtet und zugestellt werden.

Die Briefkästen bei der Post waren ordentlich gefüllt, als die Rakete im Innern zündete. Die Feuerwehr flutete die verschlossenen Briefkästen in der Silvesternacht, um größeren Schäden zu verhindern.

Am Mittwochmorgen nun kümmerte sich der technische Service der Post um den Schaden. Hunderte von nassen Postwurfsendungen entfernte der Servicetechniker aus den Kästen. Geschäftsbriefe, private Post, Ablesekarten von Stromanbietern und ein ganzer Berg Geburtsanzeigen sind durchnässt, teilweise sind die Adressen nicht mehr leserlich.

Die Briefe müssten nun gesichtet werden, teilt der Pressesprecher der Deutschen Post AG, Dieter Nawarth, mit. „Wir gehen davon aus, dass die Empfänger noch lesbar sind.“ Mit einem entsprechenden Begleitschreiben würden die Sendungen dann den Empfängern zugestellt. Sollte das nicht möglich sein, werde die Post versuchen, die Absender ausfindig zu machen. Wäre weder das eine noch das andere möglich, müssten die Briefe vernichtet werden. „Das hoffen wir natürlich nicht“, so der Pressesprecher.

Zum Jahreswechsel käme es immer mal wieder vor, dass Böller oder Raketen in Briefkästen geworfen würden, so Nawarth. Allerdings geschehe das eher punktuell. Die Briefkästen wurden am Mittwochmorgen vom Servicetechniker geleert, gesäubert und repariert und sind wieder einsatzfähig.

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