Initiative fordert S-Bahn von Ulm über Riedlingen bis Sigmaringen

Lesedauer: 4 Min
Die Initiative Bodensee-S-Bahn (IBSB) will nun, dass die geplante S-Bahnlinie 8 von Ulm über Riedlingen nach Sigmaringen weiterg
Die Initiative Bodensee-S-Bahn (IBSB) will nun, dass die geplante S-Bahnlinie 8 von Ulm über Riedlingen nach Sigmaringen weitergeführt wird. (Foto: Archiv/ Jungwirth)
Schwäbische Zeitung

Die Initiative Bodensee-S-Bahn (IBSB) fordert in einem Schreiben an die Verkehrsminister von Baden-Württemberg und Bayern, an den Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller und die Oberbürgermeister der Städte Ulm und Neu-Ulm die Verlängerung der künftigen S8 von Ulm über Riedlingen bis Sigmaringen sowie einen Lückenschluss zwischen Ehingen und Erbach mittels Donautalbahn beziehungsweise Südbahn.

Die seit über 17 Jahren tätige Non-Profit-Organisation (NGO) zur Verbesserung des vornehmlich schienengebundenen öffentlichen Verkehrs in der Bodenseeregion stellt nach eigenen Angaben mit Befriedigung fest, dass im erweiterten Raum Ulm eine S-Bahn installiert werden soll, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Linienkonzept der Regio-S-Bahn sieht derzeit vor, dass die S 8 von Ulm in Riedlingen endet.
Das Linienkonzept der Regio-S-Bahn sieht derzeit vor, dass die S 8 von Ulm in Riedlingen endet. (Foto: Archiv/Regionalverband)

Gemäß den Studien des Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller soll auf der Donautalbahn Ulm – Ehingen – Riedlingen eine S-Bahn-Linie im halbstündigen Takt eingerichtet werden.

Die IBSB fordert, dass mit dem notwendigen Ausbau der Bahnlinie nicht nur bis Riedlingen, sondern bis Sigmaringen geführt wird. Gleichzeitig mit dem Ausbau der Donautalbahn soll diese mit Oberleitungen bis Sigmaringen elektrifiziert werden.

Eine weitere sinnvolle Ergänzung des Bahnnetzes ist die Verbindungslinie von Ehingen an der Donautalbahn nach Erbach an der ab 2021 elektrifizierten Südbahn. Diese kurze Strecke ist für direkte Züge aus dem oberen Donautal Richtung Stuttgart und Aalen-Nürnberg wichtig.

Mit der neuen Schlaufe ist auch ein S-Bahn-Ringverkehr für Angebotsverdichtungen möglich. Streckensperrungen auf dem nördlichen Teil der Südbahn oder auf der Donautalbahn könnten mit der neuen Schlaufe umfahren werden.

Die Wirtschaftlichkeit verbessert sich laut IBIS, wenn mehr Verkehre darauf abgewickelt werden. Mit der Integration der Donautalbahn zwischen Ulm und Mengen in den überregionalen Verkehr steigt die Wirtschaftlichkeit auch für die Regio-S-Bahn Donau-Iller – selbst wenn durch den Zusatzverkehr zusätzliche Ausbauten nötig werden.

Außerdem strebt die Initiative Bodensee-S-Bahn seit einigen Jahren zusammen mit an der Strecke angrenzenden Gemeinden wie Messkirch, Mühlingen und Sauldorf, und mit der Bevölkerung die Reaktivierung der Ablachtalbahn an. Dazu gehören die Streckenabschnitte Stockach – Messkirch – Krauchenwies – Mengen sowie Krauchenwies – Sigmaringen.

Donautalbahn in das Fernverkehrsnetz einbeziehen

Damit besteht die Möglichkeit, die Donautalbahn in das Fernverkehrsnetz von Ulm nach Zürich beziehungsweise Basel und Konstanz einzubeziehen. Die Ablachtalbahn steht im Fokus von neuen, raschen Direktverbindungen.

So können mit einem Ausbau und mit einer Elektrifizierung verschiedene geografische Räume miteinander verbunden werden, die bis heute mit der Bahn untereinander praktisch nicht erreichbar sind.

So besteht die Möglichkeit, die Regio-S-Bahn Donau-Iller in Mengen neben Aulendorf und Memmingen mit dem dortigen S-Bahn-Angebot, zum Beispiel der Bodensee-S-Bahn, zu verbinden.

Zu berücksichtigen ist laut IBIS auch, dass mit einem großzügigen Ausbau der Achse Donautalbahn – Ablachtalbahn die Möglichkeit geschaffen wird, im Störungsfall auf den umliegenden Bahnstrecken die neue Achse als Überlaufstrecke nutzen zu können, was das ganze System zusätzlich stärkt.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen