Imakomm wird Stadtmarketingprozess begleiten

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Menschen in der Innenstadt: Dies ist ein Ziel des Stadtmarketingprozesses, der nun beginnen soll. Aber auch Wirtschafts- und Tou
Menschen in der Innenstadt: Dies ist ein Ziel des Stadtmarketingprozesses, der nun beginnen soll. Aber auch Wirtschafts- und Tou (Foto: Archiv/Warnack)
Bruno Jungwirth

Das Unternehmen „Imakomm Akademie“ aus Aalen wird die Stadt und die Wirtschaftsverbände auf dem Stadtmarketing begeleiten und beraten. Dies haben Vertreter des Gemeinderats, des Handels- und Gewerbevereins Riedlingen (HGR) und der Riedlinger Gemeinschaftswerbung am Dienstagabend beschlossen. Bereits im Mai soll Imakomm konkrete Umsetzungsergebnisse präsentieren, wie die Stadt sich im Tourismus und Handel künftig aufstellen soll.

Die Entscheidung sei einmütig gefallen, sagten am Mittwoch Bürgermeister Hans Petermann und Manfred Schlegel vom HGR in einer Pressekonferenz. Drei Unternehmen hatten sich und ihre Vorstellungen präsentiert und auch ihr Angebot genauer erläutert. Rund 45 Minuten hatten sie jeweils Zeit. Am überzeugendsten war dabei letztlich Dr. Peter Markert von Imakomm. Es habe einen akademischen Ansatz gegeben und einen sehr strategischen. Am Ende habe Imakomm als „Macher mit Tiefgang“ das Rennen gemacht. Das sei auch Personenabhängig gewesen. Markert, der mit einer Mitarbeiterin den Prozess in Riedlingen begleiten soll, sei einer „der in der Lage ist Leute mitzunehmen und die Menschen zu begeistern“, so Schlegel und Petermann unisono.

Imakomm ist in der Region nicht unbekannt. Bereits Mengen, Nagold, Bad Saulgau oder Pfullendorf werden durch das Unternehmen beraten. Mit Mengen und Nagold hat Imakomm den Stadtmarketingpreis des Landes gewonnen.

Das Aalener Unternehmen soll den Stadtmarketingprozess, der im vergangenen Jahr von den Verbänden belebt worden ist, vorbereiten. Dabei sollen drei Aspekte betrachtet werden: Handel, Tourismus und Wirtschaft. „Auch der Handwerker soll sich dabei wiederfinden“, sagt Schlegel.

Am Ende dieses Prozesses könnte die Arbeitsbeschreibung für einen Citymanager stehen. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg. Die Arbeitsschritte sind durch das Büro definiert: Zunächst steht eine Analyse der Situation des Riedlinger Standort- und Innenstadtmarketings. Im zweiten Schritt soll ein Grundmodell eines Standortmarketings erarbeitet werden. Dieses soll zentrale Aussagen zur künftigen Schwerpunktsetzung in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, Innenstadt- und Tourismusmarketing beinhalten. Auch eine Aufgabenstruktur und ein Organisationsmodell werden als Empfehlung des Beratungsunternehmens auf dem Tisch liegen. Im nächsten Schritt soll ein Umsetzungsmodell für das Citymanagement dargestellt werden, mit einer Organisationsstruktur, mit den konkreten Inhalten und der Finanzierung. Letztlich geht es darum für einen möglichen Citymanager ein konkretes und realistisches Arbeitsprofil zu erstellen. Einig ist man sich auch, dass darüberhinaus Imakomm den Prozess – in einem Folgeauftrag – auch in der Umsetzung begleiten sollte. „Es braucht einen von außen, der mahnend den Finger hebt“, so Petermann.

Kosten werden geteilt

Die Diskussion um den Citymanager war letztlich auch Ausgangspunkt des gesamten Prozesses, der nun eingeleitet wurde. Bald sei vor allem den Wirtschaftsverbänden klar geworden, dass man erst eine klare Arbeitsgrundlage schaffen müsse, bevor man das Geld in diese Stelle investiert. Die Stadt hat beschlossen sich im gleichen Maß wie die Wirtschaftsverbände allerdings gedeckelt auf maximal 35000 Euro an einer Citymanagerstelle zu beteiligen.

Der nun beschlossene Auftrag für Imakomm kostet Stadt und Verbände 21000 Euro, wobei die Stadt 50 Prozent übernimmt und HGR und RGW die andere Hälfte der Kosten schultern müssen.

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