Großzügige Spender machen Gedenkstätte möglich

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Dr. Thomas Schmidt, Leiter der Arbeitsstelle für literarische Gedenkstätten in Baden-Württemberg, Günther Wall, Vorstandsvorsitz
Dr. Thomas Schmidt, Leiter der Arbeitsstelle für literarische Gedenkstätten in Baden-Württemberg, Günther Wall, Vorstandsvorsitz
Stv. Redaktionsleitung
Schwäbische Zeitung

Großzügige Spender machen es möglich, dass der verstorbene Werner Dürrson eine Gedenkstätte im Kapuzinerkloster in Riedlingen bekommt. OEW, Kreissparkasse, Volksbank-Raiffeisenbank und das Riedlinger Unternehmen Feinguss Blank spendeten 14500 Euro für die Einrichtung einer literarischen Gedenkstätte.

Der renommierte deutsche Schriftsteller lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2008 in Neufra bei Riedlingen. Mit diesen Spenden, weiteren Mitteln der Stadt Riedlingen (12000 Euro) und des Deutschen Literaturarchivs Marbach (16500 Euro vom Land Baden-Württemberg) ist die Finanzierung der Gedenkstätte gesichert.

Sie wird im Kapuzinerkloster in Riedligen eingerichtet, das die Stadt derzeit für rund 2,9 Millionen Euro saniert. Im Zentrum des Gedenkraumes steht der Schreibtisch mit persönlichen Gegenständen des Lyrikers. Es werden Informationstafeln aufgestellt, die das Lebenswerk Dürrsons beschreiben und aufgreifen. Interessierte können sich an einem Mediapoint über Audio- und Videosequenzen und das Internet über das literarische Werk Dürrsons informieren und mit ihm auseinandersetzen. Die Eröffnung ist am 10. September geplant.

Bei der Spendenübergabe am vergangenen Mittwoch hob Landrat Dr. Heiko Schmid hervor, es sei ein Kernelement der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW), Kunst und Kultur zu unterstützen. Im Verbund mit den weiteren Partnern kann in Riedlingen mit der Gedenkstätte ein wichtiger Impuls für die Stadt aber auch den Kreis gesetzt werden. „Die Finanzierung der Gedenkstätte ist ein gelungenes Miteinander.“

Das Land Baden-Württemberg unterstütze die Gedenkstätte unter anderem, weil das Kapuzinerkloster ein wunderbarer Ort sei, Literatur und das Werk Dürrsons zu zeigen, sagte Dr. Thomas Schmidt, Leiter der Arbeitsstelle für literarische Gedenkstätten in Baden-Württemberg.

„Seitens der Stadtverwaltung des Gemeinderats und der Bürgerschaft sind wir dem Land Baden-Württemberg dankbar, dass wir mit Hilfe der Stadtsanierung das Kapuzinerkloster modernisieren und einer sinnvollen Nutzung zuführen können. In Kombination mit der städtischen Bücherei ist der Gedenkraum an Werner Dürrson hier gut untergebracht“, sagte Bürgermeister Hans Petermann. Ohne Spenden und den Zuschuss des Landes sei das nicht möglich gewesen.

Günther Wall, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach: „Der Gedenkraum ist ein schlüssiges und interessantes Konzept, um das Leben und Wirken des Schriftstellers Werner Dürrson zu zeigen. Mit der Stadtbibliothek Riedlingen wurde hierfür auch ein idealer Standort gefunden."

„Für unsere Stadt ergibt sich durch die Gedenkstätte die einmalige Chance, Werner Dürrson im Gedächtnis der Öffentlichkeit zu bewahren. Das von Herrn Dr. Demuth vorgestellte Ausstellungskonzept hat überzeugt, und die räumliche Anbindung der Gedenkstätte an die Stadtbibliothek wird für diese eine Bereicherung sein“, so Alfred Wormser, Vorstandssprecher der Volksbank-Raiffeisenbank Riedlingen. Dies unterstrich auch Werner Blank, Geschäftsführer der Feinguss Blank GmbH.

„Es ist sehr erfreulich, dass wir die Finanzierung in so kurzer Zeit hinbekommen haben. Dafür danke ich allen Unterstützern. Die Dürrson-Gedenkstätte wird ein attraktiver Ort innerhalb der kulturellen Landschaft Oberschwabens und darüber hinaus werden. Das ist natürlich insbesondere schön für die Stadt Riedlingen“, so abschließend Professor Dr. Volker Demuth bei der heutigen Spendenübergabe.

Kästle: Spenden: Kreissparkasse 3500 Euro, Volksbank-Raiffeisenbank 2000 Euro, Oberschwäbische Elektrizitätswerke 7000 Euro, Firma Feinguss Blank 2000 Euro.

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